06.08.2013 19:30 |

EU & Russland bereit

Iran: Rohani will "ernsthafte" Atomgespräche

Der Iran ist nach Angaben des neuen Präsidenten Hassan Rohani zu "ernsthaften" Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit. Die Gespräche könnten "ohne Verzögerung" aufgenommen werden, "wenn die andere Seite bereit ist", sagte Rohani am Dienstag auf seiner ersten Pressekonferenz seit dem Amtsantritt am Wochenende. Er machte aber zugleich klar, dass der Iran sein umstrittenes Nuklearprogramm fortsetzen wird. Seitens der EU bot Außenbeauftragte Catherine Asthon am Dienstagabend an, die Verhandlungen so schnell wie möglich fortzusetzen.

Der Schlüssel zum Erfolg im Atomstreit sei ein respektvoller Dialog, nicht aber Drohungen. Von solchen werde sich der Iran nicht einschüchtern lassen. "Wir sind jedenfalls bereit, diesbezüglich alle Bedenken der internationalen Gemeinschaft auszuräumen", sagte der Präsident. Seiner Auffassung nach sei die Lösung "einfach und könnte daher auch schnellstens und kurzfristig gelöst werden".

Rohani: "Werden Rechte des Volkes nicht aufgeben"
"Das friedliche Atomprogramm des Iran ist eine nationale Angelegenheit", sagte Rohani weiter. "Wir werden die Rechte des iranischen Volkes nicht aufgeben." Dazu gehöre auch die Urananreicherung, die ein "unbestreitbares Recht" seines Landes sei.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung insgeheim am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Die Gespräche mit der sogenannten 5+1-Gruppe, zu der die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland gehören, waren zuletzt ins Stocken geraten.

"Als Präsident der Islamischen Republik verkünde ich, dass es den politischen Willen gibt, die Angelegenheit zu lösen und die Sorgen der anderen Seite zu berücksichtigen", erklärte Rohani nun.

Ashton und Lawrow begrüßen Verhandlungsbereitschaft
EU-Chefdiplomatin Asthon reagierte per Brief an Rohani. Dieser habe mit seiner Wahl ein starkes Mandat erhalten, um sich für einen Dialog und eine Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft zu engagieren, schreibt Ashton. Gemeinsam mit der 5+1-Gruppe stehe sie bereit, "die Gespräche fortzusetzen und so schnell wie möglich eine Lösung zu finden".

Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow begrüßte Rohanis Bereitschaft zu neuen Gesprächen: "Es ist jetzt äußerst wichtig, eine solche Einstellung der iranischen Führung zu unterstützen", betonte Lawrow. Eine Lösung des Konflikts sei nicht mit Drohungen zu erreichen, sondern nur auf Basis respektvoller Verhandlungen.

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