24.10.2005 16:29 |

Akku-Imitate

Gefährliche Akkus: Nokia zeigt Großhändler an

Desöfteren hatte Nokia bereits mit schadhaften Akkus zu kämpfen. Der Handyhersteller versucht seitdem, seine Akkus durch Sicherheitsmaßnahmen von denen von Drittherstellern zu unterscheiden. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, hat Nokia nun einen Großhändler wegen des Verdachts auf Körperverletzung angezeigt.

Der Stuttgarter Händler steht unter dem Verdacht, große Mengen von Akku-Imitaten verkauft zu haben. Laut "Focus" sollen im Jahr 2003 Plagiate an einen Geschäftspartner aus Belgien geliefert worden sein. Bei Tests belgischer Warenprüfer seien diese Akkus explodiert. Nokia ließ daraufhin Detektive ermitteln, was schließlich zu einer Durchsuchung der Geschäftsräume durch die Staatsanwaltschaft führte.

Wie sich herausstellte, hatte der Händler mehr als einmal schadhafte Akkus ausgeliefert. Bei einer Razzia im Sommer 2005 entdeckten Ermittler erneut gefälschte Akkus.

Der beschuldigte Großhändler weist sämtliche Vorwürfe von sich: Seiner Aussage nach habe er die Plagiate über "lizensierte Lieferanten" bezogen. Die Verteidigung betonte zudem, dass selbst ein geschultes Auge keinen Unterschied zwischen Plagiat und Original feststellen konnte.

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