"Wir haben für Mittwoch Selbstvertrauen getankt, wenn wir so weiterspielen, können wir jeden schlagen", sagte Innenverteidiger Martin Hinteregger. Sein Nebenmann Andre Ramalho ergänzte: "Wir sind bereit für Fenerbahce, die Chancen schätze ich mit 50:50 ein. Wenn wir unser Spiel optimal umsetzen, haben wir eine reale Chance."
Gegen die Türken wird vor allem wichtig sein, im eigenen Stadion kein Gegentor zu kassieren. Das wird kein leichtes Unterfangen, zeigte die Salzburger Abwehr - vor allem aufgrund des offensiven Spielstils - doch auch gegen die Austria immer wieder Schwächen in der Defensive. "Unser Spiel ist mit Risiko versehen. Wir hatten unnötige Ballverluste, die dann nicht mehr zu verteidigen waren", war sich Coach Schmidt bewusst.
Schmidt: "Die Mannschaft brennt"
Das müsse man am Mittwoch besser machen, ansonsten war er mit dem Auftritt seiner in der Liga 21 Partien ungeschlagenen Truppe sehr zufrieden. "Wir wollten den Fans signalisieren, dass die Mannschaft brennt. Diese Topleistung erhöht die Chancen für Mittwoch, auch wenn Fenerbahce, bei allem Respekt für die Austria, von der Qualität noch eine Klasse höher einzuschätzen ist", meinte der Deutsche.
Optimismus ist im Lager der Salzburger zurecht angesagt, das gilt insbesondere für die Rückeroberung des Meistertitels. "Wenn man im direkten Vergleich mit dem schärfsten Konkurrenten in der zweiten Runde 5:1 gewinnt, ist das schon ein deutliches Signal", sagte Schmidt. Wichtig sei es allerdings nun, nicht abzuheben. "Wir wollen trotzdem am Boden bleiben, es war nur ein Spiel."
Debakel in Salzburg "nur eine verlorene Schlacht"
Die unterlegenen Gäste haben die erfolgreiche Titelverteidigung noch lange nicht abgeschrieben. "Es ist eine verlorene Schlacht, den Krieg gegen uns müssen sie erst gewinnen", sagte Austria-Trainer Nenad Bjelica. Außenverteidiger Markus Suttner sah das ähnlich. "Ob wir 1:2 oder 1:5 verlieren, ist mir egal. Es ist überhaupt noch nichts verloren."
Auf die Austrianer wartet schon am Dienstag das Heimspiel der CL-Qualifikation gegen Islands Meister FH Hafnarfjördur. Spätestens seit dem Out von Sturm Graz gegen Breidablik in der Europa-League-Qualifikation sind die Wiener vor Gegnern aus Island gewarnt. "Die Welt bricht nicht zusammen. Wir werden versuchen, gut zu regenerieren. Meine Mannschaft ist stolz genug, um ein anderes Gesicht zu zeigen", blieb Bjelica optimistisch.








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