18.07.2013 19:12 |

Weltweite Razzien

Markenfälscher: Polizei verhaftet 6.000 Personen

Interpol hat weltweit agierende Schmuggler -und Fälschernetzwerke hochgehen lassen. Dabei seien im Mai und Juni dieses Jahres in Amerika, Asien, Afrika und Europa 24 Millionen gefälschte Güter im Wert von gut 133 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) sichergestellt worden, teilte die internationale Polizeiorganisation am Donnerstag in Lyon mit. Rund 6.000 Beteiligte seien verhaftet worden.

Zu den beschlagnahmten Waren zählten gefälschte Shampoos, Rasierer, Alkohol, Speiseöl, Kleidung oder Elektroprodukte und Schmuggelwaren wie Zigaretten oder illegale Schusswaffen. Im Zuge der Ermittlungen schloss die Polizei eine illegale Tabakfabrik in der Ukraine und zwei illegale Brauereien in Kolumbien. In Peru kam die Organisation einer Werkstatt auf die Spur, in der falsche Seriennummern an geschmuggelten Motoren angebracht wurden. In Afrika wurde eine Maschine sichergestellt, mit der das Haltbarkeitsdatum auf Lebensmittelverpackungen verändert werden kann. Auch 300.000 Dollar Bargeld wurden gefunden.

Hälfte der Festnahmen in der Türkei
Rund die Hälfte der rund 6.000 Festnahmen gab es in der Türkei. Dort wurden zudem zwölf Millionen Päckchen illegal gehandelter Zigaretten beschlagnahmt. Erstmals koordinierte Interpol auch in Asien Polizeieinsätze gegen den illegalen Handel. So wurden bei dem Einsatz "Hurricane" in China Fabriken aufgespürt, die gefälschte Rasierer, Zahnpasta oder Shampoo produzierten.

Ermittler: "Gefahren für die Gesundheit der Kunden"
"Beim Handel mit illegalen Gütern und Fälschungen geht es nicht nur um die Gewinne von organisierten kriminellen Netzwerken", erklärte der Leiter der Anti-Schmuggel- und Fälschungsabteilung von Interpol, Michael Ellis. "Es geht auch um wirkliche Gefahren, die diese Produkte für die Gesundheit und Sicherheit von Menschen darstellen." So seien illegal produzierter Alkohol und gefälschte Motoren beschlagnahmt worden, die ohne jede Qualitätskontrolle hergestellt worden seien.

Das Interpol-Programme gegen den Handel von illegalen und gefälschten Waren läuft seit Juni 2012. "Unsere Operationen zeigen, was erreicht werden kann, wenn Polizeiorganisationen zusammenarbeiten und eine gemeinsame Front gegen diese kriminellen Netzwerke bilden", sagte Ellis.

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