15.07.2013 12:35 |

Von Titeln keine Rede

Trainer hoffen auf "schönen Kick", EC und Klassenerhalt

Österreichs Bundesligisten zeigen sich bei den offiziellen Saisonzielen eher defensiv. Von Titelgewinnen oder konkreten Tabellenpositionen war bei einer Umfrage unter den Trainern von Meister Austria bis Aufsteiger Grödig jedenfalls kaum eine Rede. Während vier der zehn Klubs darauf hoffen, einen Europacup-Startplatz holen zu können, wünschen sich alle anderen mehr oder weniger nur, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Roger Schmidt, der Trainer von Topfavorit Red Bull Salzburg, vermied es etwa, eine Woche vor Saisonstart das Wort "Meistertitel" in den Mund zu nehmen. "Wir wollen den bestmöglichen Fußball spielen. Dann ergibt sich alles andere von alleine", lautet die Zielvorgabe des Deutschen.

Sehr ähnlich formulierte auch Rapid-Coach Zoran Barisic die Ambitionen des Rekordmeisters: "Uns geht es in erster Linie darum, attraktiven Fußball zu spielen und unsere Zuschauer zu begeistern. Gelingt dies, wird sich das schlussendlich auch in der Tabelle widerspiegeln."

Titelverteidiger Austria sieht das Erreichen eines Europacup-Startplatzes als realistische Vorgabe. "Wir wollen uns wieder für den Europacup qualifizieren, der neuerliche Titelgewinn wäre ein Traum", erklärte Trainer Nenad Bjelica.

Auch Sturm mit dem neuen Trainer Darko Milanic will ins internationale Geschäft. "Wir haben ein sehr hohes Ziel: Wir wollen wieder in Europa spielen", sagte Milanic.

Ein interessantes Ziel abseits von Tabellenpositionen hat sich Ried-Trainer Michael Angerschmid gesteckt: "Wir haben fünf U21-Kaderspieler in unseren Reihen. Eines meiner Ziele ist, dass zumindest einer davon zum A-Nationalteamspieler wird."

Der Wolfsberger AC möchte sich in der zweiten Oberhaus-Saison wieder im gesicherten Mittelfeld etablieren. "Unser Ziel ist, ein stabiler Bundesligist zu sein. Wir streben eine Platzierung von Rang fünf bis Rang acht an", erläuterte Slobodan Grubor, der neue Headcoach der Kärntner.

Heimo Pfeifenberger hofft, dass in Wiener Neustadt die neu zusammengestellte Mannschaft rasch zusammenwächst. Dass dann wieder einige Akteure den Klub aufgrund guter Leistungen verlassen könnten, ist sogar erwünscht. "Wir wollen den Spielern wieder eine Plattform bieten und positiv überraschen", betonte Pfeifenberger.

Ähnliche Ziele hat sich Admiras neuer Trainer Toni Polster gesteckt: "Ich möchte, dass allen Managern der Angstschweiß auf der Stirn steht, wenn sie mit meinen Spielern über neue Verträge verhandeln, weil sie sich so stark verbessert haben."

In Innsbruck ist Coach Roland Kirchler überzeugt, dass man sich diesmal ein Zittern um den Klassenerhalt bis zur letzten Sekunde ersparen kann. "Wenn wir die Weiterentwicklung mit unserer jungen, dynamischen Mannschaft fortsetzen, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben."

Grödigs oberste Priorität ist, sich als Aufsteiger so rasch wie möglich an Tempo und Niveau im Oberhaus zu gewöhnen. "Wir wollen eine gute Figur machen und erfrischenden Fußball spielen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben", hat sich Coach Adi Hütter vorgenommen.

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