05.07.2013 10:31 |

Gewaltiger Satz

Ukrainer Bogdan Bondarenko springt 2,41 Meter hoch

Ein Wahnsinnssatz des ukrainischen Hochspringers Bogdan Bondarenko hat beim Diamond-League-Meeting in Lausanne sogar die nächste Weltklassezeit von Sprintstar Tyson Gay von 9,79 Sekunden in den Schatten gestellt. Bondarenko übersprang am Donnerstagabend die fünfthöchste Marke der Leichtathletik-Geschichte - und stellte mit 2,41 Metern eine Jahresweltbestleistung auf.

Anschließend ließ der 23-Jährige, der in seiner Karriere noch keinen internationalen Titel gewonnen hat, sogar die Weltrekordhöhe von 2,46 Metern auflegen. Er scheiterte jedoch dreimal beim Versuch, den 20 Jahre alten Fabelrekord des Kubaners Javier Sotomayor (2,45) zu verbessern. Trotzdem sprangen in der Historie des Hochsprungs bisher nur Sotomayor und der Schwede Patrik Sjöberg (2,42) höher als Bondarenko. Erst Anfang Juni hatte Mutaz Essa Barshim aus Katar als erster Athlet seit 13 Jahren wieder die magische Marke von 2,40 Metern überquert.

Gay verpasst Jahresweltbestleistung nur knapp
Ex-Weltmeister Gay gewann bei seinem ersten Auftritt in Europa in diesem Jahr das 100-Meter-Rennen in windunterstützten 9,79 Sekunden. Der US-Amerikaner verpasste seine eigene Jahresweltbestzeit (9,75) dabei nur um 0,04 Sekunden. Zweiter wurde der frühere Weltrekordhalter Asafa Powell aus Jamaika (9,88), der zur Hälfte des Rennens noch in Führung gelegen hatte. Fünf Wochen vor Beginn der Leichtathletik-WM in Moskau liegt Gay in der Jahresbestenliste weiter klar vor Usain Bolt aus Jamaika (9,94), der am Samstagabend in Paris über 200 Meter an den Start gehen wird.

Beim Diskuswurf stellte Olympiasiegerin Sandra Perkovic gleich zu Beginn des Abends eine Jahresweltbestleistung auf. Die Kroatin siegte mit dem Meetingrekord von 68,96 Metern vor Yarelis Barrios aus Kuba (67,36) und feierte ihren fünften Sieg im fünften Wettbewerb der lukrativen Serie. Perkovic steht damit vorzeitig als Gesamtsiegerin in ihrer Disziplin fest.

Für die dritte Jahresweltbestleistung nach Perkovic und Bondarenko sorgte David Oliver über 110 Meter Hürden. Der US-Amerikaner siegte in 13,03 Sekunden vor seinem Landsmann und Weltmeister Jason Richardson (13,20).

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