14.10.2005 14:38 |

Endlich im Kino

"Wallace und Gromit" sind endlich im Kino

Man nehme Knetmasse, ein Feuerwerk von Ideen und eine wundervolle Portion Humor. Das Ganze animiere man in Stop-Motion-Technik und heraus kommen Trickfilm-Oscars. So einfach liest sich die beeindruckende Erfolgsgeschichte der bisherigen Wallace und Gromit-Kurzfilme. Jetzt ist das skurrile Duo endlich zurück. Wallace - zerstreuter Erfinder und Käsefreund, der für ein Stück seiner Lieblingssorte Wenslydale alles um sich vergisst, und sein vierbeiniger Freund Gromit, der ständig dafür sorgen muss, dass nichts außer Kontrolle gerät, jagen ein furchtbares Ungeheuer.

Nach den Oscar-gekrönten Kurzfilm-Abenteuern "Wallace & Gromit unter Schafen" und "Wallace & Gromit - Die Techno-Hose" katapultiert der britische Autor, Regisseur und Produzent Nick Park ("Chicken Run - Hennen rennen") seine knuddeligen Knetfiguren in "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" in ihr erstes abendfüllendes Animationsabenteuer: rasant, raffiniert, respektlos.

Die Vorlage zu diesem turbulenten Trickfilmvergnügen entwickelte Park gemeinsam mit dem britischen Autor und Co-Regisseur Steve Box, der bereits als Animator an den "Wallace & Gromit"-Kurzfilmen mitgewirkt hatte. Produziert wurde die originelle Kino-Odyssee von Peter Lord und David Sproxton, den Gründern der britischen Aardman Animations-Studios, in Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Major DreamWorks. Die Dreharbeiten zu diesem aufwändigen Filmprojekt, das mit Hilfe traditioneller Stop-Motion-Technik realisiert wurde, dauerten eineinhalb Jahre. Neben der klassischen Knet-Animation kamen in "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" verschiedene digitale Effekte zum Einsatz, mit deren Hilfe die neuesten Erfindungen von Wallace kreiert wurden.

Um Wallace und Gromit sowie 40 weitere Charaktere auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken, verbrauchten die Animatoren insgesamt 2,8 Tonnen Plastilin. Für eine einzige Filmsekunde musste jede einzelne Figur in 24 verschiedenen Positionen aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wurden ihr Kopf und Körper sowie ihre Arme, Beine, Hände, Finger, Augen und Ohren pro Einstellung immer nur minimal bewegt. Beschleunigt wurde das zeitintensive Stop-Motion-Verfahren durch den gleichzeitigen Aufbau von 30 verschiedenen Sets in den Aardman-Studios, an denen simultan gearbeitet wurde. Allein von Wallace wurden 35 Doppelgänger angefertigt, um seine Figur in verschiedenen Posen und unterschiedlichen Kostümen gleichzeitig zu filmen. Zudem verfügte jede Puppe über austauschbare Teile wie Augen, Ohren oder Hände sowie verschiedene Mund-Versionen, um synchron die Dialoge zu sprechen.

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