Die männlichen Spinnen der Gattung mit dem wissenschaftlichen Namen Dolomedes tenebrosus, die mit einer Körperlänge (gemessen ohne die langen Beine) von sieben bis 13 Millimetern nur etwa halb so groß wie die Weibchen sind, hängen anschließend noch an deren Befruchtungsgang fest, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal "Biology Letters".
Herz hört nach Paarung auf zu schlagen
Selbst wenn die Forscher im Labor die Männchen mit einer Pinzette vom Weibchen lösten, blieben die Tiere im Koma, und ihr Herz hörte spätestens zwei Stunden nach der Paarung auf zu schlagen. Es scheint, dass der plötzliche Tod genetisch programmiert ist und durch den Paarungsvorgang ausgelöst wird.
Der Sinn dieses Mechanismus ist noch unklar. Eine Theorie ist laut Schwartz, dass Weibchen, die den toten Paarungspartner (im Bild rechts) in der Folge auffressen, gesündere Nachkommen haben. Es sei aber auch möglich, dass ein sattes Weibchen weniger Lust hat, sich mit einem weiteren Freier zu paaren, spekuliert der Forscher.
Sex endet für Spinnenmännchen häufig tödlich
Im Tierreich endet die Paarung für Männchen mehrerer Arten tödlich. Beispiele für sexuellen Kannibalismus sind vor allem von Spinnen und Gottesanbeterinnen bekannt. In vielen Fällen versuchen die Männchen, den undankbaren Weibchen zu entkommen. Nur bei wenigen Arten lässt sich das männliche Tier allerdings wehrlos verspeisen.
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