Dank der Hilfe von Weißrussland, das in Slowenien 35:33 gewann, stand Österreich schon nach 20 Spielminuten in Innsbruck als Endrundenteilnehmer fest, die Spieler klatschten kurz ab.
Schützenhilfe überflüssig
Österreich hätte damit auch bei einer Niederlage das Ticket nach Dänemark als bester Gruppendritter gelöst, schaffte aber aus eigener Kraft den zweiten Gruppenplatz hinter Serbien, das einen klaren 30:23-Heimsieg über Bosnien-Herzogowina gefeiert hatte. Als dann der Hallensprecher offiziell die EM-Teilnahme Österreichs bekannt gab, feierten die 3.300 Fans mit Rainhard Fendrichs Hymne "I Am From Austria" und mit dem "Radetzkymarsch".
Die Spieler von ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson begannen sichtlich nervös und lagen nach nur acht Minuten mit 1:4 im Rückstand. Doch mit Fortdauer der Partie steigerte sich das ÖHB-Team. Nach 18 Minuten schaffte Magedeburg-Legionär Robert Weber erstmals den Ausgleich. Und in der 19. Minute erzielte Flügelflitzer Raul Santos erstmals die Führung für das rot-weiß-rote Team. In Folge spielte die Johannesson-Truppe konzentrierter und mit dem Wissen der fixen EM-Teilnahme auch befreiter. Zur Pause stand es 12:12.
Nach Wiederbeginn erspielte sich Österreich relativ schnell eine recht deutliche Führung. Auch weil Gummersbach-Legionär Raul Santos wieder zu seiner Treffsicherheit zurückfand, die ihm am Donnerstag beim 28:28 in Bosnien noch gefehlt hatte. Österreich baute auch auf eine starke Leistung von Tormann Nikola Marinovic und seinem Ersatz Thomas Bauer, der sich als Sieben-Meter-Killer auszeichnete.
Teamchef Johannesson überwältigt
Nach dem Spiel feierten die Spieler auf dem Parkett der Wasserkraft-Arena, und Kapitän Szilagyi meinte in einem ersten Kommentar, dass er noch lange brauchen werde, um zu realisieren, was Österreich geschafft hat. Überglücklich war auch Trainer Johannesson: "Ich bin sprachlos, ich bin von meinen Emotionen überwältigt."
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