10.10.2005 12:09 |

BA-CA-Trophy

Muster im "Champions"- Finale chancenlos

Thomas Muster war am Sonntag im Finale des "Turniers der Champions" im Rahmen der BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle chancenlos. Österreichs Daviscup-Kapitän, der am Montag auch sein ATP-Tour-Comeback im Doppel gibt, musste sich dem Tschechen Petr Korda mit 2:6,3:6 geschlagen geben. Für drei der fünf Österreicher im Hauptbewerb wird es schon am Montag ernst.

"Er war der bessere Spieler, man sieht, dass er doch noch intensiver trainiert. Er hat verdient gewonnen, ich kann in der Stadthalle offenbar nicht gewinnen", erinnerte sich Muster an drei verlorene Finali in seiner aktiven Laufbahn.

Fünf Österreicher im Hauptbewerb
Dafür qualifizierte sich der Tiroler Rainer Eitzinger überraschend für den Hauptbewerb, in dem erstmals überhaupt gleich fünf Österreicher stehen - nach Jürgen Melzer, Stefan Koubek sowie den beiden "Wild Cards" Alexander Peya und Oliver Marach ist Eitzinger der fünfte ÖTV-Spieler im Hauptbewerb des so stark besetzten Turniers.

Eitzinger profitierte in der zweiten Qualifikations-Runde am Sonntag von der Aufgabe des Tschechen Pavel Snobel beim Stand von 3:6,7:6(4),1:3 aus der Sicht des Tirolers. Der 22-jährige Eitzinger hat auf der zweiten und dritten Turnierebene heuer schon schöne Erfolge gefeiert (zwei Semifinale in Vigo und Budapest sowie ein Titel bei einem 10.000-Dollar-Future in Polen).

Drei Österreicher im Einsatz
In Wien trifft Eitzinger bereits am Montag auf den Spanier Nicolas Almagro (ESP). "Das ist unglaublich für mich, erstmals in den Hauptbewerb zu kommen. Das hätte ich mir vor längerer Zeit noch nicht erwartet, aber jetzt geht es Schritt für Schritt aufwärts", sagte Eitzinger, der seit etwas weniger als einem halben Jahr von Horst Skoff betreut wird. Eitzinger stammt übrigens aus Stans bei Schwaz in Tirol.

Peya und Marach im Einsatz
Auch für Peya und Marach wird es in der Wiener Stadthalle schon am Montag ernst. Peya muss gegen Titelverteidiger Feliciano Lopez, der als Nummer acht gesetzt ist, auf den Court, Oliver Marach misst sich mit dem starken Hardcourt-Spieler Jiri Novak. Der Tscheche ist 2002 in Wien schon einmal bis ins Finale vorgestoßen.

Für beide nur dank einer Wild Card im Bewerb stehenden Österreicher sind es sehr schwere Aufgaben. Peya stand heuer zudem schon kurz vor dem Aufhören. Der 25-jährige Wiener, der vor einem Jahr noch um Platz 116 zu finden war, hatte Ende Oktober in St. Petersburg einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel erlitten und gewann nach seinem Comeback im ersten Halbjahr 2005 nur zwei Matches. Danach riss er sich auch im anderen Knöchel noch ein Band.

Der ÖTV-Daviscupper fiel auf Platz 266 im Ranking zurück. Einen Lichtblick gab es für ihn aber zuletzt Anfang September in Donezk, als er beim dortigen Challenger erst im Finale an Lukas Kubot (POL) scheiterte. Er ist gegen die Nummer 23 im Entry-Ranking dennoch krasser Außenseiter, Lopez hat heuer u.a. ein Finale in New Haven zu Buche stehen.

Drittbester Österreicher der Weltrangliste
Oliver Marach hingegen blickt auf seine bisher beste Saison zurück, wie auch sein bisher bestes Entry-Ranking (125) beweist. Der ebenfalls schon 25-jährige Grazer ist derzeit mit Abstand drittbester Österreicher in der Weltrangliste und hat dies vor allem mit zwei Challenger-Siegen in Manerbio und Sassuolo (beide Italien) erreicht.

Marachs Gegner Jiri Novak wird aber eine ähnlich schwere Aufgabe, immerhin liegt der 30-jährige Tscheche exakt 100 Plätze vor Marach. Novaks heuer bisher bestes Turnier war Delray Beach, wo er das Finale erreichte.

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