09.06.2013 20:28 |

Wieder Waffen-Drama

USA: Vierjähriger schoss Vater Kugel in die Brust - tot

Erneut ist es in den USA zu einem tödlichen Waffen-Drama gekommen: Ein vierjähriger Bub erschoss im Bundesstaat Arizona unbeabsichtigt seinen Vater - mit einer Waffe, die laut einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNN in der Wohnung eines Bekannten des 35-Jährigen herumlag. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Der 35-Jährige war am Freitag mit seinem Sprössling in Prescott Valley zu Besuch in seiner ehemaligen WG. Kurz nach der Ankunft habe das Kind eine kleinkalibrige Handfeuerwaffe des früheren Mitbewohners seines Vaters aufgehoben und die beiden Männer gefragt, was das für ein Ding sei, berichtete CNN. Sekunden später drückte der Kleine ab.

Der Vater des Buben wurde von einem Projektil in die Brust getroffen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo die Ärzte vergeblich um sein Leben kämpften. Die Polizei sprach von einem tragischen Unfall. Sie appellierte zugleich an Waffenbesitzer: "Wenn euch ein Kind besucht, dann packt als erstes eure Waffe weg!" Wie Ermittler gegenüber CNN anmerkten, habe der Bekannte nicht mit dem Besuch des Mannes gerechnet.

Mehrere Fälle binnen drei Monaten
Erst im April hatte in den USA ein vierjähriger Bub im Bundesstaat New Jersey seinen nur zwei Jahre älteren Spielgefährten mit einem Gewehr erschossen (siehe Infobox). Kurz zuvor hatte sich in Lebanon im Bundesstaat Tennessee ein ähnliches Drama ereignet, bei dem ein vierjähriger Bub die 48-jährige Frau des Hilfssheriffs erschoss, als er mit seinem Vater zu Besuch bei dem Ehepaar war.

Für Aufregung sorgte zuletzt auch ein Fall im Bundesstaat Maine: Ein ebenfalls vier Jahre alter Bub hatte eine geladene Pistole mit in den Kindergarten gebracht. Der Vorfall hatte sich bereits am 23. April ereignet, war aber erst Anfang Juni publik geworden, als der 31-jährige Vater des Buben wegen grob fahrlässigen Verhaltens angezeigt wurde.

Debatte über schärfere Gesetze festgefahren
Die tragischen Vorfälle ereignen sich zu einer Zeit, in der in den USA eine heftige Debatte über schärfere Waffengesetze geführt wird. US-Präsident Barack Obama hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Privatbesitz von Schusswaffen einzudämmen. Dies trifft jedoch auf erbitterten Widerstand bei der Waffenlobby und im Kongress.

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