In Tirol liefen am Samstag die Aufräumungsarbeiten weiter auf Hochtouren. In Kössen im Bezirk Kitzbühel konnten die Betroffenen erneut auf die Hilfe von vielen Freiwilligen zählen, die aus allen Landesteilen angereist waren. Auch das Bundesheer stand weiter im Assistenzeinsatz.
Tragisch endete leider der Hilfseinsatz für einen 80-jährigen Landwirt in Schwendt bei Kössen. Angehörige fanden den Altbauern am Freitag leblos am Ufer des nahe gelegenen Sindbaches sitzend. Er dürfte bei Aufräumungsrarbeiten auf seinem Anwesen einen tödlichen Herzinfarkt erlitten haben. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut Polizei keine.
Somit sind im Zuge der Hochwasserkatastrophe insgesamt mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, im Salzburger Pinzgau werden weiterhin zwei Personen vermisst.
Pegelstände im Osten sinken nur langsam
Nach dem Hochwasser ist das Bundesheer entlang der Donau in Niederösterriech am Samstag in unverminderter Stärke im Assistenzeinsatz gestanden. Schulter an Schulter mit Feuerwehrleuten und Freiwilligen werde versucht, die Spuren der Verwüstung möglichst rasch zu beseitigen, hieß es seitens des Militärkommandos Niederösterreich.
In den Bezirken Melk und Krems trieben Hunderte Soldaten die Aufräumarbeiten voran. Während sich das Hochwasser in der Wachau mehr und mehr zurückzog sanken die Pegel im Großraum Hainburg im Osten des Bundeslandes nur sehr langsam. Zurück blieben überall Zerstörung, Schlamm und Schutt. Weiterhin Dammwachen gab es bei Hainburg. Rund 1.000 Feuerwehrleute standen in dem Bundesland im Einsatz.
Bundesheer bereitet Trinkwasseraufbereitung vor
Ab Montag wird das Österreichische Bundesheer in Goldwörth (Bezirk Urfahr) zur Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Die ABC-Abwehrkompanie aus Hörsching wird in Zusammenarbeit mit der ABC-Umweltmessstelle aus Korneuburg über eine sogenannte Osmoseanlage die starken Verunreinigungen herausfiltern. Das berichtete der Pressesprecher des Militärkommando Oberösterreich, Major Gerhard Oberreiter, am Samstag.
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