Täter erschossen
Vier Tote nach Amoklauf an Santa Monica College
Nach Polizeiangaben begann der Amoklauf in einem Haus in Santa Monica, das anschließend ausbrannte. Die Zeitung "Los Angeles Times" berichtete, in dem Gebäude seien zwei Leichen gefunden worden. Es handle sich um den Vater und einen Bruder des Täters. Bei dem Schützen soll es sich laut Augenzeugen um einen Weißen im Alter von 25 bis 30 Jahren gehandelt haben.
"Da stand ein Mann in Kampfmontur und schoss"
Eine Augenzeugin schilderte, wie der Täter aus dem Haus kam und auf offener Straße eine Autofahrerin erschoss. "Da stand ein Mann auf der Straße vor meinem Haus, in voller Kampfmontur, mit einem Munitionsgürtel und einer halbautomatischen Sturmwaffe", sagte Gerry Cunningham dem Fernsehsender KTLA 5. Er sei mit gezogener Waffe zu einer Kreuzung gegangen. Als eine Autofahrerin nicht sofort seinem Befehl gefolgt sei, an ihm vorbeizufahren, "schoss er drei- oder viermal aus nächster Nähe auf sie".
Der Täter hielt schließlich eine 41-jährige Autofahrerin mit gezückter Pistole an und befahl ihr, zum Santa Monica College zu fahren. Er habe kurze Zeit später auf einen Bus und weitere Fahrzeuge geschossen, teilte die Polizei mit. Vor der Bibliothek des Santa Monica Colleges habe er eine Frau angeschossen, die später im Krankenhaus gestorben sei.
Feuergefecht mit dem Amokläufer
Studenten suchten indes in Todesangst Schutz in Hörsälen, schalteten das Licht aus und warfen sich zu Boden. In der Bibliothek lieferte sich die Polizei dann ein Feuergefecht mit dem Amokläufer, bei dem dieser getötet worden sei.
"Wir glauben, dass es sich um einen Einzeltäter handelt", sagte Richard Lewis von der örtlichen Polizei. Ein zunächst festgenommener weiterer Verdächtiger sei wieder freigelassen worden. Wegen der Ereignisse wurden Schulen und andere Bildungseinrichtungen in Santa Monica geschlossen.
Kein Zusammenhang mit Obama-Besuch
US-Präsident Obama hielt sich während des Amoklaufs wenige Kilometer entfernt bei einer Veranstaltung auf. Er reiste kurz darauf zu einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Die Angelegenheit sei Sache der örtlichen Polizei, sagte ein Sprecher des Secret Service. Eine Verbindung zu Obamas Besuch habe nicht bestanden.
In den USA kommt es immer wieder zu Amokläufen an Bildungseinrichtungen. Zuletzt erschoss ein 20-Jähriger in einer Volksschule in Newtown im US-Staat Connecticut 20 Kinder und sechs Erwachsene (siehe Infobox). Die Bluttat hatte eine Diskussion über strengere Waffengesetze ausgelöst. Eine Verschärfung der Regeln zum Kauf von Waffen scheiterte zuletzt jedoch am Widerstand der Waffenlobby.







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