Mo, 17. Juni 2019
07.06.2013 14:17

"Gackerl" im Packerl

Stadt in Spanien schickt Herrchen Hundekot per Post

Zu drastischen Mitteln im Kampf gegen die unappetitlichen Hundehaufen auf ihren Straßen hat die spanische Kleinstadt Brunete gegriffen: Wer dort dabei erwischt wird, wie er die Exkremente seines vierbeinigen Lieblings liegen lässt, der bekommt das "Gackerl" im Packerl nach Hause geschickt.

Der Stadtverwaltung der 28 Kilometer westlich von Madrid gelegenen 10.000-Einwohner-Stadt waren jene Hundebesitzer, die die lästigen Hinterlassenschaft ihrer Hunde nicht beseitigen, schon lange ein Dorn im Auge. Deshalb hat sie im Vorjahr eine Werbeagentur beauftragt, ein Kampagne zu dieser Problematik auszuarbeiten. Von ihr stammt auch die Idee, den Hundehaltern das "Gackerl" mit der Post in Kartons zuzusenden - per Einschreiben.

Um rücksichtslosen Hundebesitzern auf die Schliche zu kommen, wurde im Februar eigens eine aus 20 Freiwilligen bestehende "Gassi-Patrouille" eingesetzt. Ihre Mitarbeiter verwickelten jene Frauchen und Herrchen, die den Kot ihrer Hunde nicht ordnungsgemäß entsorgten, in ein Gespräch, bei dem sie ganz nebenbei Rasse und Namen des Tieres erfragten. Mit den solcherart erhobenen Daten war es der Stadtverwaltung dann ein Leichtes, im städtischen Haustier-Register die Namen und Adressen der Hundehalter zu ermitteln.

Hundekot als "Fundsache" zugestellt
Das Corpus Delicti packten die Mitarbeiter der "Gassi-Patrouille" in eine Plastiktüte, steckten diese in einen Karton mit der Aufschrift "Objetos perdidos" (Fundsachen) und verschickten ihn an die jeweiligen Hundebesitzer. Insgesamt 147 Bewohner der Stadt erhielten so während der einen Monat lang dauernden Aktion im Februar das "Gackerl" im Packerl. Und die ungewöhnliche Erziehungsmaßnahme zeigte offenbar Wirkung: Laut Angaben der Stadtverwaltung ist die Zahl der braunen Häufchen auf den Straßen Brunetes seit der Aktion um 70 Prozent zurückgegangen.

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