In Pyrenäen-Höhlen

Buschleute sollen Spuren vorzeitlicher Jäger enträtseln

Wissen
04.06.2013 15:20
Mithilfe der San-Jäger aus Namibia wollen Wissenschaftler die Hand- und Fußspuren vorzeitlicher Jäger in den Höhlen der Pyrenäen entschlüsseln. Die San, die auch Buschleute genannt werden, gelten als die besten Spurenleser der Welt und arbeiten in ihrer Heimat häufig als Fährtensucher und Jagdführer.

Unter der Leitung der Wissenschaftler Tilman Lenssen-Erz von der Forschungsstelle Afrika der Universität Köln und Andreas Pastoors vom Neanderthal Museum in Mettmann soll im Juni eine eineinhalbmonatige Expedition starten, wie das Museum am Dienstag mitteilte.

In Namibia sollen drei San-Jäger zunächst vorbereitet werden, dann geht es in die südfranzösischen Pyrenäen. Die Forscher erhoffen sich von dem Projekt mehr Erkenntnisse über die kulturellen Erzeugnisse der Urmenschen. "Unsere große Aufgabe ist es, die Höhlenkunst zu interpretieren und herauszufinden, was die Menschen in diesen Höhlen mit den Höhlenbildern gemacht haben", sagte Pastoors. Mitte Juli will das Team in Köln über die Ergebnisse der Expedition informieren.

Als San werden eine Reihe ethnischer Gruppen im südlichen Afrika bezeichnet. Die San gelten als dessen erste Bewohner und stehen möglicherweise sogar an der Wurzel des menschlichen Stammbaums, wie genetische Analysen zeigen.

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