Aufzeichnungen führen
Der erste Schritt zur Selbstkontrolle sind schriftliche Aufzeichnung über Ihre Einnahmen und Ausgaben - sie elektronisch in Excel festzuhalten, ist eine einfach zu administrierende Variante. Sie sollten ein Haushaltsbuch führen, in dem Sie mindestens einmal pro Woche einen Kassasturz machen. Sie beginnen jeden Monat damit, dass Sie Ihre Einnahmen eingeben. Dann erfassen Sie Ihre Fixkosten, die in der Regel als Einziehungsaufträge vom Konto direkt abgebucht werden. Beispiele hierfür sind Miete bzw. Betriebskosten, Energiekosten, Telefon, TV und Internet, Kfz-Versicherung sowie andere Versicherungen, die Sie abgeschlossen haben, wie z.B. eine Unfall- oder Pensionsversicherung.
Tipp: Sie sollten auch Rechnungen, die nur viertel- oder halbjährlich abgebucht werden, wie monatliche Abbuchungen behandeln. Rechnen Sie einfach den Abbuchungsbetrag auf monatliche Beträge herunter und belassen Sie diesen Betrag auf Ihrem Konto. So können Sie plötzliche Belastungen durch größere vierteljährliche Zahlungen verhindern. Damit haben Sie Ihre Fixkosten budgetiert und wissen nun, wie viel Ihnen für alles andere zur Verfügung steht.
Richtig haushalten
Von diesem Betrag sollten Sie nun eine gewisse Summe abziehen, die Sie vorab zu Sparzwecken reservieren. Denn jeder Haushalt sollte in der Lage sein, zehn Prozent des Haushaltsnettoeinkommens zu sparen. Verdienen Sie z.B. 1.000 Euro netto abzüglich Ihrer Fixkosten, sollten Sie in der Lage sein, 100 Euro pro Monat auf die Seite zu legen. Die restlichen 900 Euro sind jener Betrag, von dem Sie Ihre restlichen Kosten bestreiten können. Hierzu zählen Ausgaben für Nahrungsmittel, aber auch "Spaßkosten", also Ausgaben für Sport, Kino, Ausgehen oder Geschenke. Dividieren Sie diesen Betrag durch die Wochen des Monats, wissen Sie nun genau, wie viel Sie jede Woche zur Verfügung haben.
Damit können Sie sich jede Woche überprüfen. Nehmen Sie sich einfach einen Tag in der Woche Zeit dafür, Ihre Ausgaben zu erfassen. So sehen Sie, ob Sie noch im Rahmen liegen oder ob Sie in der kommenden Woche ein bisschen kürzertreten sollten. Bleibt Ihnen in einer Woche mehr übrig, können Sie diesen Betrag auf die Seite legen und sich dafür am Ende des Monats etwas gönnen, ihn als Bonus in den nächsten Monat mitnehmen oder ihn ansparen.
Nutzen Sie für Ihre Selbstkontrolle auch die Möglichkeiten des Online-Bankings: Gerade wenn Sie bevorzugt mit Karte zahlen, hat dies den Vorteil, dass die Ausgaben am Konto transparent nachvollziehbar sind. Auch haben viele Online-Banking-Tools den Vorteil, eine Zahlungsbilanz anzubieten: Wenn Sie sehen, dass Ihre monatlichen Ausgaben immer höher und höher werden, sollten Sie genauer analysieren, woran das liegt, und beizeiten gegensteuern.
Nur Bares ist Wahres
Natürlich ist es auch einen Versuch wert, statt Kartenzahlung einmal im Selbstversuch auf Barzahlung umzusteigen. Heben Sie den für die Woche vorgesehenen maximalen Ausgabenbetrag am Beginn der Woche ab und tätigen Sie alle Ausgaben davon (dann die Kassenbons sammeln, damit Sie nachvollziehen können, wohin das Geld geflossen ist). Man hat eine größere Hemmung, das physische Geld wirklich auszugeben, und spart dadurch automatisch mehr.
Spartöpfe
Eine andere Möglichkeit besteht darin, mehrere Sparkonten zu eröffnen, die jeweils einem bestimmten Zweck zugedacht sind. So könnte es zum Beispiel ein Urlaubskonto geben, auf das Sie Ihren Bonus verschieben können. Und immer, wenn dieses Konto gefüllt ist, dürfen Sie guten Gewissens auf Urlaub fahren. Genauso kann es ein "Spaßkonto" geben, von dem Sie zum Beispiel Ihren neuen Flat-TV oder Ihr neues Rad bezahlen können. So können Sie sich auch Ungeplantes gönnen, ohne dabei Ihre Zahlungsbilanz ins Ungleichgewicht zu bringen.
Verträge überprüfen
Weiters zahlt es sich aus, regelmäßig Ihre Verträge zu überprüfen und nach günstigeren Tarifen zu suchen. Gerade bei Internet oder Handytarifen können Sie große Ersparnisse erzielen. Aber auch Versicherungsverträge sollten regelmäßig überprüft werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.