Auf der Speisekarte stand die Droge freilich nicht. Vielmehr war es eine besondere Empfehlung des Chefs. Stammkunden orderten es mittels Codewort. In den Büroräumlichkeiten des Restaurants in der Bösendorferstraße soll der 45-jährige Gastronom das Rauschgift verkauft haben - um rund 90 Euro pro Gramm.
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass das seit Sommer 2012 so ging. Im November mischten sich verdeckte Ermittler des Landeskriminalamtes Wien unter die Gäste und bestellten mehrfach das "Spezialmenü". So kauften sie insgesamt 33 Gramm Kokain, das sichergestellt wurde.
Gefälschte Reisepässe "von sehr guter Qualität"
Erst während einer Telefonüberwachung fanden die Beamten heraus, dass der 45-Jährige neben Pizza, Pasta und Kokain auch gefälschte Reisepässe verkaufte. "Es handelte sich um ungarische und slowakische Pässe. Die Fälschungen waren von sehr guter Qualität", erklärt Polizeisprecherin Adina Mircioane. Pro Stück verlangte der Pizzabäcker 4.000 Euro.
Am 26. Februar wurde der Verdächtige verhaftet. Das Kokain habe er nur zum Eigenkonsum besessen, meinte der Beschuldigte. Doch seine Abnehmer, die zum Polizeiverhör geladen wurden, belasten ihn schwer.
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