"Mensch ist schuld"

Studie: Forscher bei Ursachen des Klimawandels einig

Wissen
16.05.2013 14:56
Der angebliche Streit in der Wissenschaft um die Ursachen des Klimawandels ist einer neuen Untersuchung zufolge klar entschieden: Forscher aus den USA, Australien und Kanada kamen nach der Auswertung Tausender Studien zu dem Thema aus einem Zeitraum von 20 Jahren zu dem Ergebnis, dass knapp über 97 Prozent darin übereinstimmen, als Verursacher der Erderwärmung den Menschen anzusehen.

Bei Diskussionen über politische Maßnahmen gegen den Klimawandel wird immer wieder angeführt, die Ursachen des Klimawandels seien nicht eindeutig erwiesen. Die Wissenschaftler haben nun mehr als 4.000 wissenschaftliche Berichte von mehr als 10.000 Kollegen aus den Jahren zwischen 1991 und 2011 ausgewertet, in denen eine Bewertung abgegeben wurde, ob der Mensch in erster Linie für die weltweite Klimaerwärmung verantwortlich sei. 

Nach der am Donnerstag im britischen Fachjournal "Environmental Research Letters" veröffentlichten Auswertung widerspricht nur eine "verschwindend geringe" Anzahl der wissenschaftlichen Untersuchungen der Ansicht, dass der Mensch die Ursache der Klimawandels sei.

Forscher einig: "Der Mensch ist schuld"
Nach Umfragen in den USA zwischen 1997 und 2007 glauben 60 Prozent der US-Bürger, dass die Wissenschaft über die Ursachen des Klimawandels gespalten sei. "Wissenschaftler stimmen mit überwältigender Mehrheit darin überein, dass sich die Erde aufgrund des menschlichen Einflusses erwärmt", hoben die Autoren der Auswertung nun hervor. "Es gibt eine auffällige Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Realität." Eine genaue Wahrnehmung des wissenschaftlichen Konsenses sei aber ein entscheidendes Element für die öffentliche Unterstützung einer Klimapolitik, so die Forscher.

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