Erstmals machte der 77-Jährige in dem Interview auch deutlich, dass er sich UEFA-Chef Michel Platini als seinen Nachfolger vorstellen könne. "Er ist für mich ein natürlicher Kandidat. Er ist ein guter Kandidat", sagte Blatter. Er wolle Platini unterstützen, "wenn er sich weiterhin in Richtung eines universellen Fußballs bewegt". Er habe noch immer die Absicht, 2015 Schluss zu machen. "Aber man muss die Reform der FIFA zu einem guten Ende bringen und sicher sein, dass derjenige, der meinen Platz einnimmt, auch zusieht, dass der Fußball ein universeller Sport bleibt", betonte der Schweizer.
"World Cup ist mehr als Sport in den Stadien"
Für die WM 2022 sei die Zusage von Stadien mit Air-Conditioning ein zentraler Bestandteil der katarischen Bewerbung gewesen. "Aber der World Cup ist mehr als Sport in den Stadien, er ist eine Ansammlung von sozialen und kulturellen Aktivitäten rund um den Wettbewerb. Was sollen wir also tun?", so Blatter.
Der technische FIFA-Report habe allen Mitgliedern des Komitees vor der Abstimmung zur Verfügung gestanden und diese Schwierigkeiten offenbart, betonte Blatter. "Was auch immer die richtige Entscheidung ist, ist Sache des Exekutivkomitees", stellte Blatter in dem Interview weiter fest. Ohne die Entscheidung der Exekutive vor zweieinhalb Jahren direkt zu kritisieren, warf er dem Gremium vor, von dem Druck beeinflusst gewesen zu sein, eine Weltmeisterschaft erstmals in den Mittleren Osten zu vergeben.
Lenkt Veranstalter Katar von sich aus ein?
Experten weltweit und auch Platini hatten immer wieder eine Verlegung des Turniers in die Wintermonate gefordert. Blatter hatte dagegen bisher stets betont, die FIFA könne nicht von sich aus aktiv werden, weil die Initiative für einen solchen Schritt vom Ausrichter ausgehen müsse.
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