Slasher-Remake

Die Teufel tanzen wieder im Wald: “Evil Dead”

Kino
15.05.2013 15:00
Eine einsame Hütte im Wald und fünf junge Menschen, die ein wenig leichtsinnig sind - viel mehr braucht es für einen Horrorfilm eigentlich nicht. Die Abgeschiedenheit und die Düsternis setzen Urängste frei, und wenn dann auch noch Dämonen im Spiel sind, geht es rasch nicht mehr um das Warum, sondern nur noch um die Frage, wie die erholungswilligen Jungspunde ums Leben kommen.

Ein Musterbeispiel für eine blutig angerichtete Schlachtplatte ist nach wie vor Sam Raimis "Evil Dead" von 1981 - dessen Remake (Kinostart: 17. Mai) lässt wieder die Teufel im Kino tanzen.

Die neue Version basiert zwar auf dem Original und verneigt sich vor diesem mit so mancher Reverenz, doch der junge uruguayische Regisseur Fede Alvarez hat das Buch von Raimi durchaus verändert. Seine Hauptfigur Mia (Jane Levy) hat eine Überdosis nur knapp überlebt - und das, was sie und ihre Freunde in der Hütte erleben, könnte auch als härtester Entzug aller Zeiten in die Kinogeschichte eingehen. Einen ähnlichen kinematografischen Ewigkeitsanspruch behauptet auch das Plakat zum Film: "Der schockierendste Film, den du jemals sehen wirst."

Tatsächlich aber kann Alvarez' entironisierte und alles andere als glattgebügelte Wiederbelebung der Slasher-Reihe als gelungen betrachtet werden. Zwar ist der Look nicht mehr so trashig wie einst - und mit rund 200.000 Liter Kunstblut wurde auch nur etwa ein Fünftel der ursprünglichen Menge benötigt -, doch auch beim neuen "Evil Dead" stammen die meisten Effekte nicht aus dem Computer, sondern sind handgemacht, ist die Inszenierung sehr körperlich und sexuell aufgeladen und wird mit Flüssigkeiten aller Art nicht gegeizt.

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