Die Truppe um Welthandballerin Alexandra do Nascimento ließ nie einen Zweifel am Sieger aufkommen, Issy wusste aber auch um seine Aussichtslosigkeit. Hypo NÖ agierte konzentriert, allerdings unterliefen dennoch einige technische Fehler.
Überraschungsfinalist aus Paris chancenlos
Im Endeffekt waren die Aufgaben im Achtelfinale gegen Leverkusen, im Viertelfinale gegen Wolgograd und im Semifinale gegen Thüringen die um einiges schwierigen Hürden gewesen. In den Endspielen folgte gegen den Überraschungsfinalisten nur noch die Pflicht. Es ist der insgesamt neunte Europacup-Titel für Hypo NÖ nach acht Meistercup-Erfolgen (zuletzt 2000).
"Jetzt sind wir sehr, sehr glücklich", sagte Nascimento, nach der Schlusssirene wie alle vom Team in dunkle Leibchen mit der Aufschrift "Sieger Cupwinner's Cup 2012/13" gekleidet. "Leider haben wir auch viele Fehler gemacht. Aber am Ende haben wir gewonnen, das ist ein Traum." Nascimento übernahm letztlich auch stellvertretend für die Mannschaft den Siegespokal.
Brasilianische Atmosphäre nach dem Schlusspfiff
Sie und ihre brasilianischen Teamkolleginnen fühlten sich auch deswegen wohl, da nach dem Match Samba-Tänzerinnen auf dem Spielfeld die Feier eröffnet haben. Nascimento ausgelassen: "Wir sind in Austria, aber wir fühlen uns wie in Brasilien." Für Torfrau Barbara Arenhart war es nicht zuletzt eine mentale Leistung: "Nach dem Out in der Champions League waren wir traurig, wir haben uns aber schnell auf die neue Situation eingestellt."
Allerdings war nicht nur die brasilianische Achse für den Europacup-Triumph verantwortlich, auch Gorica Acimovic reihte sich regelmäßig unter die Top-Scorerinnen. "Für mich persönlich hat dieser Titel eine große Bedeutung", sagte sie. "Wir haben uns nach dem Champions-League-Out gesagt, wenn wir das gewinnen, sind wir in Europa Neunte. Und das ist auch eine Super-Leistung."
Coach Nemeth geht in Pension
Für Trainer Andras Nemeth war es der Abschied von der Handball-Bühne, er tritt nun seine Pension an. "Die Mannschaft hat das ganze Jahr sehr gut gearbeitet. Das ist ein schönes Ende meiner Arbeit in Wien." Umstimmen lässt sich der Ungar nicht mehr: "Ich bin 60 Jahre alt, das ist genug. Das ist ein super-schönes Ende." Co-Trainer Ferry Kovacs bleibt jedoch beim Team.
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