Niederlage im Finale

Sabrina Filzmoser holt bei Judo-EM in Budapest Silber

Sport
25.04.2013 18:28
Die Österreicherin Sabrina Filzmoser hat am Donnerstag den Gewinn ihrer dritten Judo-EM-Goldmedaille verpasst, aber zum Auftakt der Budapester Titelkämpfe doch Silber geholt. Nach einem fokussierten Kampftag der Oberösterreicherin war die Französin Automne Pavia im Finale der Klasse bis 57 Kilogramm zu stark. Der Salzburger Ludwig Paischer verpasste in der Klasse bis 60 Kilogramm eine Medaille und wurde Fünfter.

Für Filzmoser ist es ihre zehnte internationale Medaille bei EM-oder WM-Turnieren. Neben ihren beiden EM-Titeln (2008 und 2011) hatte sie schon 2010 in Wien EM-Silber geholt, zu Bronze reichte es insgesamt viermal (2003,05,06,07). Dazu kommen ihre WM-Bronzemedaillen von 2005 in Kairo und 2010 in Tokio. Sechs Titel sicherte sich die nun 32-Jährige zudem bei Militär-Weltmeisterschaften.

Diesmal besiegte die Welserin nach einem Freilos die Schweizerin Emilie Amaron mit Ippon und Waza-ari und fixierte danach gegen die Ukrainerin Shushana Hewondian nach rund zwei Minuten mit Ippon den Semifinal-Einzug. Konzentriert setzte sich Filzmoser auch gegen die Russin Irina Sabludina mit Ippon durch. Das Finale entschied allerdings Pavia nach drei Yuko-Wertungen mit Ippon vorzeitig für sich.

Filzmoser am Oberarm verletzt
Beim letzten, entscheidenden Wurf der Olympia-Dritten verletzte sich das ÖJV-Ass offenbar am rechten Ellenbogen und konnte daher nicht an der gleich nach dem Finale durchgeführten Siegerehrung teilnehmen. "Der Ellenbogen ist so kaputt, dass sie sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Aber ich denke, wir werden das schon hinkriegen. Sie ist unheimlich hart im Nehmen", sagte ÖJV-Bundestrainer Marko Spittka.

Mit Tina Zeltner war eine zweite Österreicherin in der 57-Kilo-Klasse dabei, die Niederösterreicherin musste nach Freilos in Runde zwei Schuschana Hewondian (UKR) zum Sieg gratulieren.

Paischer verliert Medaillenkampf
Paischer, seines Zeichens ebenfalls zweifacher Ex-Europameister, verlor den Medaillenkampf gegen den Briten Ashley McKenzie. Der Olympia-Zweite von Peking 2008 war nach einem Freilos gegen den polnischen Vienna-Samurai-Legionär Lukasz Kielbasinski als aktiverer Kämpfer über die Zeit weitergekommen, gegen den Bulgaren Janislaw Gerkew musste Paischer jedoch eine knappe Niederlage hinnehmen.

In der Hoffnungsrunde bewies der Österreicher seine Klasse, indem er den Niederländer Jeroen Mooren in letzter Sekunde mit einem Schulterwurf und somit mit Yuko besiegte. McKenzie wies ihn aber letztlich mit zwei Waza-ari-Wertungen in die Schranken.

In der Klasse bis 66 kg schied Georg Reiter nach einem Sieg gegen Jewgenij Wreme (MOL) gegen Dsmitrij Scherschan (BLR) aus, für Alexander Weichinger war in Runde eins gegen Niiat Schikalisada (AZB) Endstation.

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