Fr, 22. Juni 2018

"Hefty Fine"

28.09.2005 13:59

Die Bloodhound Gang hat's nicht mehr drauf

Nach langem Warten ist es endlich soweit: das neue Album „Hefty Fine“ der Bloodhound Gang ist da. Die Bloodhound Gang, bestehend aus Jimmy Pop, DJ Q-Ball, Evil Jared Hasselhoff, Lüpüs Thunder und Willie the new Guy, hat sich mit ihrer neuen CD lange Zeit gelassen um dann qualitativ doch nicht an Alben wie „Hooray For Boobies“ und „One Fierce Beer Coaster“ anzuschließen.

Um es kurz zu machen: das Album ist schlicht und ergreifend langweilig. Es gibt einen guten Song - die Vorabsingle „Foxtrot Uniform Charlie Kilo (FUCK)“ - sicher kein Zufall, dass gerade diese Nummer als erste Single ausgewählt wurde.

„Hefty Fine“ startet mit der Nummer „Balls Out“, die höchstens aufgrund ihres ziemlich ferkelhaften Textes wahrgenommen wird. Die restlichen Nummern bestechen teilweise durch ihre wie gehabt originellen Titel - „Farting with a walkman on“ oder „Uhn tiss uhn thiss uhn thiss (soll die zweite Single werden) - damit hat sich’s aber auch schon, denn die Musik ist eher zum Gähnen („I’m the least you could do“) oder zum Schluchzen („Ralph Wigum“).

Da hilft es auch nichts, dass man sich Vile Vallo von HIM als Gastsänger für „Something Diabolical“ ins Studio geholt hat. Und wenn das Album nach 40 Minuten dann aus ist, hat man nur noch die vage Hoffnung auf einen sensationellen hidden track - aber: der will auch nicht kommen.

So ist das höchst zweifelhafte Hör-Vergnügen nach 40 Minuten auch schon wieder vorbei und „Hefty Fine“ hat auf der ganzen Linie enttäuscht. Eher eines der schlechteren Alben heuer, was irgendwie schade ist, weil doch gerade die Bloodhound Gang immer für zwar derbe, aber für höchst unterhaltsame Musik gesorgt hatte. So bleibt abzuwarten, ob die Band dieses Album tatsächlich überlebt, oder ob sich die Trennungstendenzen der letzten Jahre nicht doch noch durchsetzen. "Hefty Fine" macht einfach einen furchtbar aufgesetzten Eindruck. Selbst die Derbheiten klingen nicht mehr so ganz ehrlich.

Fazit: 4 von 10 Boobies

Von Andreas Graf

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