Wie's ein Traum wird
So nicht! Die häufigsten Fehler bei der Badplanung
Auch wenn es das naheliegendste Argument ist, dass man in diesem Zusammenhang gerne hört: Es liegt nicht immer am fehlenden Budget, wenn das Badezimmer unansehlich vor sich hin dümpelt. Denn auch die teuerste Ausstattung und die edelsten Materialien nützen in der Praxis wenig, wenn eine durchdachte Planung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Familienmitglieder fehlt.
Übrigens Geld: Mittlerweile stehen so viele Ideen, Produkte und Materialien gerade für den angesagten Badezimmerbereich zur Verfügung, dass auch mit eher geringerem finanziellem Aufwand das Badezimmer zu einem echten Wohlfühlort (um)gestaltet werden kann.
Am Anfang steht die "Lästig-Liste"
Zu Beginn jeder Badgestaltung oder -sanierung ist es am wichtigsten, eine Liste zu erstellen. Damit ist allerdings nicht in erster Linie eine Wunschliste in Sachen Bad und Co. gemeint, sondern Badplanungsexperten empfehlen, ganz genau festzuhalten, was bisher am meisten am Badleben störte: Das können die kalten Kacheln am Boden sein, ein unbequemer Einstige in die Dusche oder einfach das tägliche Genervtsein über die allzu vielen herumliegenden Dosen, Duschgels und Co. sowie nicht zuletzt über den fehlenden oder unpraktisch angeordneten Stauraum.
Wichtig: Wohnen mehrere Personen im Haushalt, sollte jedes Mitglied seinen Beitrag zur Liste liefern, damit später am neu gestalteten Bad auch wirklich jeder seine untgetrübte Freude hat.
Anhand dieser Negativ-Liste lassen sich dann schon einige sehr wichtige Vorgaben und Prioritäten in Bezug auf das neue Bad ableiten.
Worauf man gerne vergisst...
Ein ganz zentraler Wohlfühl- und sogar Gesundheitsfaktor, der allerdings häufig bei Bad-Überlegungen angesichts von Whirlpool, Dusche und Armaturen viel zu kurz kommt, ist die Frage der guten Entlüftung. Bei Neubau sollte jedenfalls ein Fenster vorgesehen werden, da das Tageslicht auch zusätzlich für eine besonders helle sowie freundliche Atmosphäre sorgt.
Tipp: Beim Badezimmerfenster, vor allem bei ebenerdigen Wohnungen oder Einfamilienhäusern, auf guten Einbruchsschutz nicht vergessen. Gerade Badezimmerfenster werden gerne lange unbeaufsichtigt offen gelassen und bieten so ungebetenen Gästen einen besonders leichten Einstieg.
Gibt es die Möglichkeit eines Fensters nicht, dann ist ein gutes Ventilationssystem angesagt. Auch empfiehlt sich der Griff zu Materialien, die Feuchtigkeit sowohl aufnehmen als auch abgeben können.
Ein ebenso häufiger wie auch besonders störender Fehler liegt im "Vergessen" des ausreichenend Bewegungsfreiraums. Da viele Badezimmer eher klein sind, ist es ja auch geradezu verlockend, möglichst eng zu planen. Doch ob man es wahr haben will oder nicht – jedes Badobjekt erfordert ausreichend Bewegungsfreiraum, um seiner Funktion entsprechend voll genützt werden zu können.
Badplaner wissen aus der täglichen Klagepraxis genervter Kunden, dass der fehlende Bewegungsspielraum rund um die einzelnen Objekte einer der häufigsten Störfaktoren ist – und übrigens auch so manche Verletzungsgefahr in sich bergen kann.
Sparen am falschen Platz
Kaum jemandem steht das üppige Budget für die Badgestaltung zur Verfügung. Der Sparstift muss also angesetzt werden. Aber wo? Auf die trendige, bodenebene Design-Dusche verzichten, die doch optisch das ganze Bad gleich um Lichtjahre aufpeppt? Dann doch lieber den Einbau selbst durchführen, kann ja nicht so schwer sein! Oder bei den Fliesen zu den billigsten greifen – sind doch im Endeffekt alle gleich, und ein hübscher Badeteppich verdeckt ja ohnehin das Meiste…
Alles Spargedanken, die laut Experten kräftig ins Geld und vor allem auch auf Kosten der Wohlfühlqualität gehen können. So sollten sich wirklich nur tatsächliche Heimwerkerkönige und -königinnen über Badprojekte wagen. Bei Installationsarbeiten sollte jedenfalls der Profi zugezogen werden.
Fest steht auch: Der optische Eindruck wird am meisten von den gewählten Fliesen für Boden und Wand bestimmt. Zusätzlich kann durch einen geschickten Einsatz der Fliesen relativ einfach die gesamte Raumwirkung beeinflusst werden. Helle, großformatige Fliesen verleihen einem kleinen Raum optisch mehr Größe und Weite. Fällt die Deckenhöhe niedrig aus, kann man den Raum durch eine senkrechte Verlegung der Fliesen und der Verwendung von Bordüren höher erscheinen lassen.
Gute Gründe also, um gerade an die Fliesenwahl besonders sorgfältig heranzugehen. Kurz gesagt: Stimmt die Fliesengestaltung, dann wirkt auch die etwas kostengünstigere Dusche edel.
Einfach zu wenig Platz
Ausreichend Stauraum zu haben, ist in jedem Wohnungsbereich wichtig. Im Badezimmer spielen Stauräume eine besonders wichtige Rolle. Denn erst durch sie kann das Badezimmer einfach und leicht in Ordnung gehalten werden.
"Jedes noch so kleine Plätzchen nützen!", lautet daher das Stauraum-Motto im Nassbereich. Klingt logisch, erweist sich aber in der Praxis meist als fatal. Dann nämlich, wenn die Stauräume so versteckt und unhandlich sind, dass es zu viel Aufwand erfordert, die Dinge auch tatsächlich nach jedem Gebrauch dort einzuräumen. In der Folge wirkt das Bad dann erst recht unordentlich und kleiner, weil es förmlich überladen wird.
Eine gute Stauraumplanung erweist sich daher oft als Meisterstück der Badgestaltung.
Tipp: Viele Bad- und Fliesenmärkte bieten heute bereits maßgeschneiderte Badezimmermöbel zu sehr erschwinglichen Preisen an.







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