Falscher Alarm

Beamter schockt Japan mit Raketenwarnung

Ausland
13.04.2013 13:25
Ein japanischer Beamter hat am Samstag für Schrecken gesorgt, als er die Flughäfen des Landes versehentlich über einen angeblichen Raketenabschuss durch Nordkorea informierte. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, wollte der Beamte der Luftfahrtbehörde in Osaka eigentlich eine Warnung wegen eines Erdbebens an die Flughäfen verschicken, das am Samstag den Westen des Landes erschütterte. Stattdessen gab er in der Eile eine in Erwartung eines möglichen nordkoreanischen Raketenstarts vorbereitete Alarmmeldung heraus.

87 Flughafenbüros landesweit waren von der Falschmeldung betroffen. Zwar wurde diese nach sechs Minuten zurückgezogen, doch mindestens ein Inlandsflug wurde wegen des Fehlers verschoben.

Angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und der anhaltenden Drohungen aus Nordkorea ist auch Japan in erhöhter Alarmbereitschaft. Bereits am Mittwoch hatte die Stadt Osaka versehentlich einen nordkoreanischen Raketenabschuss vermeldet.

Nordkorea droht auch Japan mit Vergeltungsschlägen
Nordkorea drohte Japan am Freitag mit einem Vergeltungsschlag, sollte sich Tokio in einen möglichen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel einmischen. Zwar kündigte Pjöngjang bisher offiziell keinen Abschuss an, Beobachter rechnen aber mit einem Raketenstart in den Tagen rund um den Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung am Montag.

US-Außenminister drängt China, auf Kim einzuwirken
Unterdessen traf US-Außenminister John Kerry mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping, Ministerpräsident Li Keqiang und Außenminister Wang Yi in Peking zusammen, um über die Korea-Krise zu beraten. Kerry drängte die chinesische Führung, mäßigend auf Korea einzuwirken. "Kein Land der Welt hat eine so enge Beziehung oder einen so großen Einfluss auf Nordkorea wie China", so der US-Außenminister.

Peking wiegelte aber ab. Der Einfluss auf den jungen Machthaber Kim Jong Un und auf das Regime sei begrenzt. Einen Ausweg aus der Krise sehe China vor allem in direkten Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea. Kerry zeigte sich grundsätzlich offen für einen Dialog: "Wir wollen zu Gesprächen zurückkehren." Dies könnte eine Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche mit Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland sein, aber auch bilaterale Treffen mit der nordkoreanischen Führung wären denkbar.

China ist frustriert über traditionellen Verbündeten
Der Große Nachbar Nordkoreas ist frustriert über den traditionellen Verbündeten. Besonders die drei Atomwaffentests 2006, 2009 und im Februar dieses Jahres haben die Beziehungen belastet. Peking stimmte deswegen auch den jüngsten Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats gegen Pjöngjang zu. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seitdem besonders angespannt. Nordkorea hat inzwischen den Waffenstillstandsvertrag von 1953 gekündigt. Das Regime drohte den USA mit einem präventiven Atomschlag und rief gegenüber Südkorea den "Kriegszustand" aus.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
13.04.2013 13:25
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung