Nach Schiffsunglück

“Costa Concordia”: Reederei zahlt eine Million Euro Strafe

Ausland
10.04.2013 12:59
Die italienische Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere wird für den Untergang der "Costa Concordia" mit 32 Toten im Jänner vergangenen Jahres eine Strafe in Höhe von einer Million Euro zahlen. Die Untersuchungsrichterin der toskanischen Stadt Grosseto, Valeria Montesarchio, hat am Mittwoch die Forderung des Unternehmens nach einem gerichtlichen Vergleich angenommen.

Die Kreuzfahrtgesellschaft hafte damit für Vergehen ihrer Mitarbeiter an Bord während des Untergangs, berichteten italienische Medien. Costa Crociere wird allerdings weiterhin als Zivilkläger am Verfahren rund um die gerichtliche Aufarbeitung des Unglücks teilnehmen, hieß es in Justizkreisen.

Die Gesellschaft will eine Entschädigung für den Verlust des Schiffes beantragen, berichtete der Rechtsanwalt des Unternehmens, Marco De Luca. Der Antrag soll bei der Vorverhandlung am 15. April eingereicht werden.

Unglück forderte 32 Menschenleben
32 Menschen starben beim "Costa Concordia"-Unglück am 13. Jänner 2012. An Bord befanden sich damals auch 77 Österreicher. Gegen Kapitän Francesco Schettino, mehrere Offiziere und Vertreter der Reederei soll demnächst ein Prozess beginnen. Das 290-Meter-Schiff soll bis voraussichtlich September 2013 so weit gehoben werden, dass es abgeschleppt werden kann.

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