"Der Linksblock des ÖGB hat am 2. April einen Protestbrief an die Botschaften der USA und des südkoreanischen Marionettenregimes gesandt, um gegen das von den USA und dem südkoreanischen Marionettenregime veranstaltete Kriegsszenario gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) zu protestieren", heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur KCNA vom Dienstag.
"Gravierende Provokation" Nordkoreas
"Die Gefahr eines Krieges steigt auf der koreanischen Halbinsel wegen der Schritte der USA und des südkoreanischen Marionettenregimes gegen die DVRK", zitiert die KCNA den Wortlaut des Briefes. Bei dem amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver handle es sich um eine "gravierende Provokation" Nordkoreas und einen "unbesonnen Akt", der Frieden und Sicherheit auf der Welt gefährde.
Die USA müssten ihre kriegerischen Handlungen umgehend stoppen und einen Friedensvertrag mit Nordkorea zu schließen, wird in dem Schreiben laut KCNA gefordert.
ÖGB-Funktionär: "Privates Schreiben"
Oliver Jonischkeit, Funktionär des Gewerkschaftlichen Linksblocks, erklärte dazu am Mittwoch, dass es sich bei dem Protestbrief um ein von ihm verfasstes "privates Schreiben" gehandelt habe. Er habe damit gegen die amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver protestieren und vor einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel warnen wollen.
Kein Brief an nordkoreanische Botschaft geschrieben
Zugleich sprach sich Jonischkeit gegen die "Kriegsrhetorik auf beiden Seiten" aus. Allerdings habe er bisher noch nicht in diesem Sinne an die nordkoreanische Botschaft geschrieben, räumte er ein. Bei dem Brief an die Botschaften der USA und Südkoreas habe es sich um kein Papier des Linksblocks gehandelt, sondern um seine eigene persönliche Initiative, fügte er hinzu.
Lage seit Februar extrem angespannt
Die Lage auf der koreanischen Halbinsel gilt seit dem dritten Atomtest in Nordkorea im Februar als extrem angespannt. Pjöngjang hatte als Reaktion auf die Ausweitung von UN-Sanktionen und südkoreanisch-amerikanische Militärmanöver den Waffenstillstandsvertrag von 1953 aufgekündigt und den "Kriegszustand" im Verhältnis zu Südkorea ausgerufen. Seit den 50er-Jahren befinden sich die Nachbarn formell weiter im Krieg.
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