Beben in AKW-Region
Über 30 Tote und Hunderte Verletzte bei Iran-Erdbeben
"Dutzende Leichen sind in das Leichenschauhaus gebracht worden", sagte ein Krankenhausmitarbeiter in der östlich von Bushehr gelegenen Stadt Chormodsch der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die örtlichen Behörden sprachen zudem von rund 800 Verletzten.
"An der Atomanlage von Bushehr wurde kein Schaden festgestellt", sagte Gouverneur Fereidun Hasanwand dem iranischen Fernsehen. Das erste und bisher einzige iranische Atomkraftwerk war im Herbst 2011 nach jahrzehntelanger Bauzeit in Betrieb genommen worden.
Erschütterungen auch auf Arabischer Halbinsel
Die Telefonverbindungen in den am schwersten vom Erdbeben betroffenen Gebieten sind unterbrochen. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben um 16.22 Uhr Ortszeit (13.52 Uhr MESZ). Augenzeugen zufolge waren die Erschütterungen auch in Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu spüren.
Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Im Dezember 2003 waren bei einem Beben in der Stadt Bam im Süden des Landes 31.000 Menschen ums Leben gekommen - ein Viertel der dortigen Bevölkerung. Im August vergangenen Jahres starben im Nordwesten bei zwei Beben der Stärke 6,2 und 6 insgesamt 306 Menschen.







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