Rapid in der Krise

Fans planen Protestmarsch zum Hanappi-Stadion

Sport
08.04.2013 09:43
Ein Protesttransparent und keine Unterstützung in Innsbruck: Weil in Tirol auch mit zwei Mann mehr der erste Sieg in diesem Jahr ausgeblieben war, begannen die Rapid-Fans bereits dort, einen Protestmarsch vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Wiener Neustadt zu organisieren. Der soll 90 Minuten vor Anpfiff beginnen, aber nicht weit führen, nur 400 Meter vom Bahnhof Hütteldorf-Hacking zur Südtribüne des Hanappi-Stadions, auf der die grün-weiße Führungsetage sitzt, deren Rückzug die Westtribüne fordert.

Aber man kann ausschließen, dass Rapid besser spielen wird, selbst wenn alle den Forderungen nach Rücktritt folgen würden. Die Spieler wussten, was sie in Innsbruck verbockten. "Mit zwei Mann mehr so ungeschickt spielen und nicht gewinnen, das geht nicht, das ist indiskutabel", gab Markus Katzer, der Innsbrucks Ausgleich verschuldete, zu.

Innsbruck-Trainer Roland Kirchler verabschiedete ihn, weil er keinen neuen Vertrag bekommt, übrigens mit den Worten: "Schau, dass du irgendwo unterkommst. Kämpfer wie du sollten nicht untergehen!" Katzer lächelte müde. Nicht so freundlich waren die Worte, die Ex-Rapidler Christoph Saurer in Richtung grün-weißer Kabine brüllte. Klang nach "Ihr seid so schlecht!"

Sportchef Schulte sah "gute Ansätze"
Was keiner abstreiten kann, auch wenn Sportchef Helmut Schulte von positiven Ansätzen redete (womit er nur wenige Aktionen von Alar und Wydra meinen konnte) – derzeit zählen keine Ansätze, nur Siege. Auch wenn Rapid trotz Blamage einen Platz gutmachte und wieder Dritter ist. Aber Alar zählte auch zu den Sündern, die Sitzer fahrlässig ausließen.

Daher klagte Trainer Peter Schöttel: "Mehr Chancen kann man auswärts nicht haben, wenn man die vergibt, mit dem einzigen Blackout im eigenen Strafraum dem Gegner ein Tor auflegt, schaut man wieder dumm aus der Wäsche."

Damit macht Schöttel schon wieder neun sieglose Partien mit: Jetzt als Trainer, von 7. November 1987 an unter Otto Baric als Spieler, ehe es am 15. April 1988 mit einem 2:1 über Admira wieder einen Sieg gab. Über ein 2:1 wären auch am 13. April 2013 schon alle heilfroh.

Sonntagabend bat das Präsidium unter Präsident Rudi Edlinger Schulte und Schöttel zur Analyse der unbefriedigenden Situation in die Geschäftsstelle. Köpferollen gab's keines – aber den Appell an die Anhänger, die Mannschaft weiter zu unterstützen.

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