Piara Powar, Chef des Netzwerks "Fußball gegen Rassismus in Europa", bezeichnete den Italiener als "ersten faschistischen Trainer" in der Premier League. Der 44-jährige Coach hatte sich in seiner Zeit als Spieler mehrfach mit offen rechtsradikalen Aktionen und Äußerungen ins Abseits manövriert.
In Sunderland tritt Paolo di Canio die Nachfolge des am Samstag nach der Niederlage gegen Manchester United entlassenen Martin O'Neill an. Der Ex-Profi erhält einen Zweieinhalbjahresvertrag beim abstiegsbedrohten Tabellen-16. Zuvor war er trotz sportlicher Erfolge im Februar beim Drittligisten Swindon zurückgetreten.
Vorwürfe "dumm und lächerlich"
Die Vorwürfe seien "absolut dumm und lächerlich", sagte Di Canio in der gemeinsamen Stellungnahme mit Sunderland am Montag. "Wenn ich jemanden verletzt haben sollte, tut es mir leid", erklärte der Italiener. Ihm seien aber Dinge falsch ausgelegt worden, meinte er. Er wolle aber auch nicht über Politik reden, "weil das nicht mein Gebiet ist. Wir sind nicht im Parlament, sondern auf dem Fußballplatz".
Vereinschefin Margaret Byrne verteidigte das Engagement ebenfalls: "Ihn als Rassisten zu beschuldigen oder ihm faschistische Sympathien zu unterstellen, wie es einige gemacht haben, beleidigt nicht nur ihn, sondern auch die Integrität dieses Vereins."
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