Die Ergebnisse, die die Anzahl der bekannten Erbgutveränderungen im Zusammenhang mit den genannten Krebsarten verdoppelten, wurden am Mittwoch in einem Dutzend Wissenschaftspapieren in Europa und den USA veröffentlicht, darunter "Nature Genetics" und "PLoS Genetics".
Die drei Krebsarten werden jährlich bei mehr als 2,5 Millionen Menschen diagnostiziert; die Sterblichkeitsrate liegt bei einem von drei Patienten, hieß es in einer Mitteilung der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Nature".
Studie könnte Ärzte Riesenschritt voranbringen
Forscherteams von mehr als hundert Wissenschaftsinstituten in Europa, Asien, Australien und den USA hoben hervor, Ärzte könnten aufgrund der Erkenntnisse künftig zum Beispiel Ratschläge zum Lebenswandel erteilen, regelmäßige Untersuchungen vornehmen und Medikamente verschreiben.
250.000 Studienteilnehmer untersucht
"Wir haben 200.000 DNA-Gebiete von 250.000 Menschen untersucht. Es gibt keine andere Krebsstudie von diesem Ausmaß", sagte der Koordinator der gemeinsamen Krebs-Erbgut-Studie, Per Hall, der Nachrichtenagentur AFP. Die Forscher verglichen das Erbgut von mehr als 100.000 Patienten mit Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs mit einer ebenso großen Zahl gesunder Menschen.
Auffälligkeiten sollen künftig Krebsrisiko vorhersagen
Alle Menschen haben vererbte Veränderungen in ihrem Erbgut, ob diese aber gefährlich sind, hängt von der Stelle ab, an der sie sich befinden. Eine Veränderung bedeutet nicht automatisch, dass ein Mensch auch Krebs bekommt. Nach Angaben der Wissenschaftler sind weitere Untersuchungen nötig, um diese DNA-Auffälligkeiten in Tests zur Vorhersage des Krebsrisikos umzusetzen.
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