"Mein Sohn ist wunderbar integriert, geht so gerne in diesen Kindergarten, da muss es doch irgendeine Möglichkeit geben", schrieb Manuela D. an die Ombudsfrau. Sie ist mit ihrer Familie im Jahr 2011 von Schlüßlberg nach Grieskirchen übersiedelt. Im dortigen Kindergarten aber war Alex nicht glücklich – und durfte deshalb wieder nach Schlüßlberg wechseln. Doch nun bekam er quasi die Kündigung.
"Für das Kindergartenjahr 2013/14 ist die maximale Anzahl von 102 Kindern aus unserer Gemeinde bereits erreicht", erklärt Bürgermeister Otto Weinberger. Weil noch zwei Vormerkungen von Kindern aus der Marktgemeinde vorliegen, müssen Alex und vier weitere Kinder abgewiesen werden. Er befürchtet sogar, dass die Kinder einer neuen Wohnsiedlung keinen Kindergartenplatz bekommen könnten. Für Manuela D., Mutter von vier Kindern, ist das kein Trost, und die Forderung "Kinder braucht das Land" kann sie nicht mehr hören.
All ihre Mühen – sie fährt täglich 100 Kilometer, um ihre Kinder zur Schule und zum Kindergarten zu bringen – werden durch Versäumnisse der Politik zunichtegemacht.
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