Kampf gegen Iren

Pogatetz: “Wieso sollen wir uns hinten reinstellen?”

Sport
25.03.2013 15:47
Auf Emanuel Pogatetz wartet am Dienstag (20.45 Uhr) in der WM-Qualifikation ein Spiel ganz nach seinem Geschmack: Der Liebhaber des britischen Fußballs tritt mit der ÖFB-Auswahl im Aviva Stadium von Dublin gegen die Premier-League-gestählten kampfbetonten Iren an und macht sich auf eine aufreibende, aber auch im positiven Sinn aufregende Partie gefasst.

"Solche Spiele machen am meisten Spaß. Da geht es um viel, und da kann man sich noch besser motivieren", erklärte der Legionär von West Ham United, der einen von Beginn an engagierten Gegner erwartet. "Die Iren werden körperbetonten und direkten Fußball spielen, da müssen wir uns dagegenstemmen. Es wird ein echter Härtetest, aber wir sind auf Augenhöhe und haben auch viel Qualität in der Mannschaft."

Pogatetz: "Wir dürfen nicht verlieren"
Die Ausgangsposition ist für Pogatetz klar. "Wenn wir zur WM fahren wollen, dürfen wir nicht verlieren." Drei Punkte gegen die Nummer 40 der FIFA-Weltrangliste seien zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich. "Mit einem Auswärtssieg wäre uns sehr geholfen, doch wir dürfen nicht vermessen sein. Bei einem Unentschieden wäre die WM-Hoffnung auch noch nicht begraben", sagte der Innenverteidiger. Um Dublin ungeschlagen zu verlassen, muss laut Pogatetz sowohl die physische als auch die mentale Komponente passen.

"Die Stimmung im Stadion wird großartig sein, doch davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen", meinte der 30-Jährige und warnte zudem vor der Stärke der "Boys in green" bei Standardsituationen. Vor möglichen harten Attacken der Iren hat Pogatetz keine Angst. "Sie werden sicher kampfbetont agieren, aber wir spielen in einem internationalen Bewerb mit einem internationalen Schiedsrichter (Referee ist der Kroate Marijo Strahonja, Anm.). Der wird nicht so viel laufen lassen, wie es in der Premier League üblich ist", vermutete der Steirer.

Besinnung auf eigene Stärken
Allzu intensiv wollte sich Pogatetz aber nicht mit dem Gegner beschäftigen, vielmehr sei eine Besinnung auf die eigenen Stärken gefragt. Deswegen werde die ÖFB-Elf auch keine Abwehrschlacht liefern, versprach der 54-fache Internationale. "Wir sind eine Mannschaft, die gut Pressing spielen kann, und werden das in Dublin in einigen Phasen sicher tun." Laut Pogatetz zählt die ÖFB-Auswahl gemäß einer Statistik zu jenen europäischen Teams, die in der gegnerischen Hälfte die meisten Bälle erobern. "Wieso sollten wir uns dann hinten reinstellen und nicht unsere Stärken einsetzen?"

Zu seinem alten Klub Wolfsburg möchte Pogatetz nicht unbedingt zurückkehren, obwohl er von den Deutschen nur bis Saisonende verliehen wurde. "Ich hoffe, dass ich über den Sommer hinaus bei West Ham bleiben kann", sagte Pogatetz trotz seiner mangelnden Spielpraxis bei den Londonern. "Natürlich will ich mehr Einsätze, aber es ist auch schwierig, weil ich mitten in der Saison gewechselt bin."

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