Mi, 19. September 2018

Have a nice day

20.09.2005 14:30

Bon Jovi verbreiten gute Laune

"Have a nice day" nennt sich nicht nur die Vorab-Single des neuen Bon Jovi Longplayers sondern auch gleich das ganze Album. Und dieses Motto halten die Rocker aus New Jersey auch konsequent durch.

13 Tracks lang machen Bon Jovi genau das, was sie am besten können: soliden Pop- und Stadion-Rock im Happy-Sound. Die Single "Have a nice day" klingt ja verdächtig nach "It's my life", das ja wiederum verdächtig nach jedem anderen schnelleren Bon Jovi Hadern klingt.

Angenehm zu vermerken ist, dass man von der 90er-Balladen-Masche endlich runterkommt. Die langsamen Songs sind eindeutig in der Unterzahl, dafür haben Jon und Richie ein bisschen in den Band-Annalen herumgekramt und auch das eine oder andere Riff ausgepackt, dass sogar auf Bon Jovi Alben vor "Slippery when wet" gepasst hätte.

Was das Song-Writing angeht, hm, ja, das war ja wohl noch nie so wirklich die Stärke von Bon Jovi: "I'm gonna live, I'm gonna survive, I don't want the world to pass me by" ("I want to be loved") oder "Just reach out and ring the Bells of Freedom, when your world's coming down" ("Bells of Freedom"), oder aber auch "When you think that no one needs you, sees you or believes you, no one's there to understand - I am" - also wirklich! Und das noch in Verbindung mit dem erbärmlichen Cover-Artwork (zahlt man an den "Smiley"-Erfinder dafür eigentlich Tantiemen?)... Naja, für Dutzende volle Stadien bei der nächsten Welttournee ist auf jeden Fall gesorgt. Und die Bauerndiscos haben mit "Have a nice day" auch wieder ordentlich neue Munition.

Fazit: 5 von 10 Endlos-Smiley-Schleifen

Von Christian Schleifer

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