Wieder spielt Sy, dessen Mutter aus Mauretanien und dessen Vater aus dem Senegal stammt, einen Typen aus der Pariser Vorstadt. Er wurde dort auch wirklich geboren, und zwar im Vorort Trappes. Im Original heißt der Film in etwa "Von der anderen Seite des Autobahnrings" - die Schnellstraße rund um Paris gilt in der Region nicht nur als geografische Grenze, sondern vielen auch als soziale und gesellschaftliche Schranke. Wer außerhalb wohnt, ist sozusagen wirklich out.
Mit diesem Widerspruch zwischen dem echten Paris innerhalb des Autobahnrings, das viele als arrogant wahrnehmen, und den oft ärmeren Leuten jenseits der Schnellstraße, spielt auch diese Krimi- und Sozialkomödie: Der als Mann von der Straße auftretende Ousmane (Sy) ist in der berüchtigten Vorstadt Bobigny Polizist. Seit einem halben Jahr beschattet er dort einen kriminellen Ring. Plötzlich wird eine Frauenleiche in seinem Viertel gefunden, es ist die Gattin eines einflussreichen Industriellen, die spielsüchtig war.
Den Fall übernimmt die Pariser Mordkommission mit dem versnobten Ermittler François. Mit einem Trick erschleicht sich der Kapuzenpulliträger Ousmane eine Mitarbeit, denn er glaubt, dass seine Ermittlungen und der Mord zusammenhängen und liegt damit gar nicht so falsch. Das ungleiche Duo rauft sich allmählich zusammen, ermittelt gemeinsam sogar nackt in einem Swinger-Club und kommt korrupten Verwicklungen auf die Schliche.
Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Schreibtischhengst kontra Peripheriebullen! David Charhons Action- und Buddykomödie um zwei gegensätzliche Cops ist mit deftigem Witz und kruder Situationskomik gepflastert, wird mit einer Prise Sozialem politisch korrekt unterfüttert und unterbricht heiße Verfolgungsjagden schon mal mit ein bisschen Sex. Kurz, eine Mordsgaudi à la française.
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