Mo, 18. Juni 2018

Irrglaube widerlegt

19.09.2005 13:58

Naschkatzen gibt es nicht!

Auch wenn sie sprichwörtlich sind - Nachkatzen gibt es eigentlich gar nicht. Katzen fehlen die Geschmacksrezeptoren für Zucker, wie das Magazin "Geo" berichtet.

Bereits in den siebziger Jahren dokumentierten demnach Forscher, dass Katzen weniger an zuckrigen Extras interessiert sind als etwa Hunde. Erklären konnten die Wissenschafter dies allerdings nicht.

Daher nahmen US-Forscher sich jetzt die beiden an der Süß-Wahrnehmung beteiligten Gene genauer vor. Dabei entdeckten sie, dass einem Gen 247 Basenpaare fehlen - es ist also defekt. Das für das Zuckerschmecken erforderliche Protein kann deshalb gar nicht gebildet werden.

Dass Katzen gleichwohl manchmal Schokolade essen, ist für die Forscher kein Widerspruch: Sie erkennen darin eine Vorliebe für Fett und Kakao. Zum anderen sei es Hauskatzen mitunter langweilig - eine Situation, in der sich auch mitunter, mit oder ohne Appetit, dem Süßen zuwenden.

Nebenbei bemerkt:
Jeder vierte Hund und jede vierte Katze in den Industriestaaten sind zu dick. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf den amerikanischen Wissenschaftsrat. Eine andere Studie stufe sogar 60 Prozent von 1400 untersuchten Hunden und Katzen als übergewichtig ein.

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