20.03.2013 15:21 |

"Der Nächste, bitte!"

Diane Kruger führt Dany Boon an der Nase herum

Mit "Willkommen bei den Sch'tis" (2008) wurde er zum Star, nun bringt er uns mit seiner neuen Komödie "Der Nächste, bitte!" (Kinostart: 22. März) erneut zum Lachen: Dany Boon. An der Seite der deutschen Schauspielerin Diane Kruger ("Troja") spielt der 46-Jährige einen gutmütigen Autor, der glaubt, endlich seine Traumfrau gefunden zu haben. Doch die verfolgt ganz andere Pläne...

Die Pariserin Isabelle (Kruger) sieht gut aus, ist intelligent, hat einen guten Job und ist seit zehn Jahren mit der Liebe ihres Lebens, Pierre (Robert Plagnol), liiert. Doch sie hat ein Problem: Seit Generationen ist Isabelles Familie mit dem Fluch belegt, wonach alle ersten Ehen in die Brüche gehen. Erst mit dem zweiten Partner wurden Isabells Vorfahren so richtig glücklich. Was tun?

Isabelles Plan, einen dänischen Studenten für eine Scheinehe zu bezahlen, geht schief. Doch sie lernt auf dem Flug nach Kopenhagen den tollpatschigen, nervigen Jean-Yves (Boon) kennen. Der ist ein wenig erfolgreicher Autor von Reiseführern und hat von Frauen null Ahnung. Deshalb merkt er nicht, dass Isabelles Verführungskünste nur ein Ziel haben: eine schnelle Ehe und eine noch schnellere Scheidung. Danach wäre die hübsche Blondine frei für eine zweite Ehe mit ihrem Schatz Pierre. Und dann stünde dem Glück des Paars nun wirklich nichts mehr im Weg, man hätte den Familienfluch ausgetrickst.

Das (erzwungene) Schicksal führt Isabelle und Jean-Yves nach Kenia und Moskau. Pierre weiß von alledem nichts und wird von seiner Schwägerin Corinne (Alice Pol) sowie deren Mann (Jonathan Cohen) an der Nase herumgeführt. Indes kommen Isabelle Zweifel, ob die Idee von der Scheinehe wirklich die beste Lösung ist. Denn Jean-Yves erweist sich nicht nur als witziger und guter Freund, sondern auch als Mann, in den man sich verlieben kann...

Boon wie gewohnt witzig, Kruger langweilig
Spätestens seit dem Film "Ziemlich beste Freunde", der im Vorjahr Millionen Kinogänger in ganz Europa faszinierte, weiß man, dass die Franzosen echt gute Komödien machen können, die auch außerhalb der eigenen Landesgrenzen Begeisterungsstürme entfachen. Auch "Der Nächste, bitte!" von Regisseur Pascal Chaumeil bietet solide Kost, nicht zuletzt dank des überragenden Dany Boon.

Wie schon bei den "Sch'tis" steht und fällt der Film mit ihm, seine Sprache, Mimik und Gestik sorgen für Dauerschmunzeln und Lacher. Da kann Diane Kruger nicht mithalten. Man merkt der deutschen Aktrice an, dass sie keine Komödien-Erfahrung vorweisen kann - sie kommt nur sehr schwer in die Gänge und nervt mit gezwungen wirkendem Witz. Inhaltlicher Schwachpunkt: Das Switchen zwischen mehreren Schauplätzen (Paris, Kopenhagen, Kenia, Moskau) bringt den Erzählfluss immer wieder ins Stocken.

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