Trinkwasser bedroht

Shanghai: 2.800 tote Schweine verunreinigen Fluss

Ausland
11.03.2013 14:18
Die Zahl der aus dem größten Fluss von Shanghai geborgen toten Schweine steigt: Am Montagnachmittag waren es bereits 2.800. Einsatzkräfte im südwestlichen Distrikt Songjiang fischten die Tierkadaver aus dem Huangpu-Fluss, wie die Behörden mitteilten. Die Menschen beziehen teilweise auch ihr Trinkwasser aus diesem Gewässer.

Bei den toten Tieren handle es sich sowohl um Ferkel als auch um ausgewachsene Schweine. Arbeiter zogen laut dem Bericht eines AFP-Fotografen mit langen Stangen die grau und lila angelaufenen Kadaver aus dem Fluss auf ein Boot. Der Gestank von verrottetem Fleisch hing in der Luft. Berichten zufolge könnten Bauern in der flussaufwärts gelegenen Provinz Zhejiang die an einer Krankheit verendeten Tiere in den Fluss geworfen haben. 

"Ist das Wasser noch trinkbar?"
Bewohner der chinesischen Metropole sorgten sich um die Sauberkeit des Wassers. "Ist das Wasser noch trinkbar, nachdem tote Schweine darin trieben?", wurde ein Bürger von der Zeitung "China Daily" zitiert.

Die Behörden versicherten, stündlich genommene Wasserproben zeigten bisher "normale" Werte auf. Experten warnten aber den Folgen, wenn die toten Tiere zu verwesen beginnen. Die ersten Kadaver wurden Berichten zufolge bereits vergangenen Donnerstag gefunden.

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