06.03.2013 09:15 |

Explosionsartig

Zahl verseuchter Websites weltweit um 600% gestiegen

Die Zahl der verseuchten Websites ist laut einer Studie im vergangenen Jahr weltweit um fast 600 Prozent gestiegen. Darauf machen die Websense Security Labs in ihrem aktuellen "Threat Report 2013" aufmerksam. Besonders erschreckend: Die Mehrheit der Schädlinge findet sich dem Sicherheitsanbieter nach auf vertrauenswürdigen Websites, die von Cyberkriminellen infiziert wurden.

Laut Websense ist die Zahl verseuchter Websites im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen - in Nordamerika um 720 Prozent, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika um 531 Prozent. Für den Nutzer ersichtlich ist die Gefahr nur selten, denn in 85 Prozent der Fälle fanden sich die verseuchten Seiten bei vertrauenswürdigen Webhosts.

Die meiste Schadsoftware wird demnach in den USA, in Russland und Deutschland gehostet. Ein Neuzugang in den Top Five der Länder mit den meisten gehosteten Phishing-Sites seien die Bahamas, die dem Threat Report zufolge in dieser Kategorie auf Platz zwei rangieren.

Der Sicherheitsanbieter fand außerdem heraus, dass die Hälfte der webbasierten Schadsoftware innerhalb der ersten 60 Sekunden zusätzliche ausführbare Dateien herunterlädt – die Kontrollserver für diese Trojaner stehen vornehmlich in China, den USA und Russland.

Vorsicht vor verkürzten URLs
Auf die infizierten Websites gelangten die Nutzer laut Websense häufig über sogenannte Short-URLS. 32 Prozent der verseuchten Links in sozialen Medien machten von diesen verkürzten Internetadressen Gebrauch. Der Hintergrund: "Haben Cyberkriminelle Zugriff auf einen Host, verbergen sie ihre schadhaften Seiten meist tief in dessen Verzeichnisstruktur. Dieser Prozess generiert sehr lange und komplexe Weblinks, die vorsichtige Nutzer abschrecken könnten. Das wird durch verkürzte URLS verhindert", erläutert Websense in einer Mitteilung die Vorgehensweise der Täter.

Wer dem Vorbeugen möchte, sollte einen Linkscanner nutzen. Entsprechende Lösungen gibt es wahlweise als eigenständiges Tool, wie zum Beispiels das kostenlose "Secure Search" von AVG, oder als Browser-Plugin, etwa "Web of Trust".

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