Di, 19. Juni 2018

Dramatische Stunden

22.02.2013 09:06

Feuerwehrchef in Tirol gibt Schüsse ab - Cobra-Einsatz

Dramatische Szenen haben sich – wie erst jetzt bekannt wurde – am Samstagabend im 437-Seelen-Ort Gschnitz im hinteren Tiroler Gschnitztal abgespielt. Den Anfang machte ein Familienstreit, am Ende stand ein Polizeigroßaufgebot samt Einsatz der Cobra an. Es fielen sogar Schüsse, ehe der im Haus verbarrikatierte Mann (43) nach Stunden aufgab.

So einen Großeinsatz hat die kleine Gemeinde Gschnitz noch nie erlebt. Logisch, dass er nach wie vor das Dorfgespräch ist. Was war passiert? Der Kommandant der Feuerwehr verbarrikadierte sich nach einem Familienstreit – angeblich ging es dabei auch um die anstehende Neuwahl bei der Feuerwehr und seine Nichtwiederwahl – in seinem Haus. Er drohte auch, sich umzubringen.

Nachdem alles Zureden von Freunden und Familie nicht half, rückte die Polizei an. Die Situation eskalierte aber. Und zwar dermaßen, dass der Feuerwehrchef – er ist auch Jäger – durch ein offenes Fenster mehrere Schüsse aus einer Kleinkaliberpistole abgab. "Für diese Waffe hatte er keinen gültigen Waffenschein", so Christoph Kirchmair, Bezirkspolizeikommandant Innsbruck-Land.

Erst der Verhandlungsgruppe der Polizei, die auf derartige Konflikte spezialisiert ist, gelang es, den 43-Jährigen nach stundenlangen Verhandlungen gegen 0.25 Uhr zu überreden, sich zu stellen sowie in ärztliche Behandlung zu begeben.

Der Vorfall wird aber noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Unter anderem wird der Mann wegen gefährlicher Drohung sowie Fremdgefährdung bei der Staatsanwalt angezeigt.

Gemeindeamtsleiter Manuel Heidegger bestätigte der "Krone", dass die Feuerwehrversammlung am Samstag trotz des Vorfalles stattfinden wird. Allerdings wird es dabei keine Neuwahlen geben.

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