Der Zensur fiel beispielsweise die Szene zum Opfer, in der ein französischer Profikiller einen chinesischen Wachmann in einem Wolkenkratzer in Shanghai tötet. "Haben sie Angst vor einem Nachahmungseffekt?", fragte Zuschauerin Leslie Zhuang. Wenn solche Szenen weggeschnitten würden, solle der Film nicht importiert werden.
Von Zensur betroffen sind zudem die Dialoge; die chinesischen Untertitel entsprechen oft nicht dem echten Text. Beseitigt wurde auch eine Anspielung Bonds auf Prostitution in Macao sowie ein Bericht des von Javier Bardem gespielten Film-Bösewichts über Folter durch chinesische Einsatzkräfte.
Kritik an Zensur kein Tabu mehr
Die Zensurregeln in China sind undurchsichtig. Wenn ein Film kein besonders schmeichelndes Bild des chinesischen Volkes zeigt, ist es selten, dass er die Prüfung durch die mächtige Radio-, Kino- und Fernsehaufsichtsbehörde unbeschadet übersteht. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Dienstag von Forderungen nach Reformen des Systems der Filmkontrolle in China. Der Bericht machte deutlich, dass Kritik an der Zensur inzwischen auch in der staatlichen Presse kein Tabu mehr ist.
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