Der 31-jährige Federer setzte sich in der Rod-Laver-Arena gegen den Franzosen Benoit Paire in nicht einmal eineinhalb Stunden 6:2, 6:4, 6:1 durch. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger war in seinem ersten offiziellen Saisonspiel nach der längsten Wettkampfpause seiner Karriere ungefährdet und machte damit einen ersten kleinen Schritt in Richtung fünfter Australian-Open-Titel. "Ich weiß jetzt, wo ich stehe. Alle haben gesehen, dass weiter mit mir zu rechnen ist", sagte Federer. Nächster Gegner ist der russische Doha-Finalist Nikolaj Dawydenko, der Dudi Sela in vier Sätzen bezwang. Federer hat 17 von 19 direkten Duellen mit Dawydenko gewonnen.
US-Open-Gewinner Murray stand gegen den Niederländer Robin Haase auch nicht viel länger auf dem Platz und siegte 6:3, 6:1, 6:3. Del Potro behielt gegen den Franzosen Adrian Mannarino mit 6:1, 6:2, 6:2 die Oberhand, Tsonga setzte sich im direkten französischen Duell mit Michael Llodra 6:4, 7:5, 6:2 durch. Gasquet hatte beim 7:5-6:2-6:1-Erfolg gegen den Spanier Albert Montanes nur im ersten Satz Mühe.
Serena Williams siegt nach Schrecksekunde
Der 21-jährige Wu Di spielte zwar als erster Chinese im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers in der offenen Ära, musste sich dort allerdings dem Kroaten Ivan Dodig 5:7, 6:4, 3:6, 3:6 geschlagen geben. Bei den Damen ist China dank der Weltranglistensechsten Li Na hingegen Spitze. Serena Williams gab gegen Olga Putschkowa kein einziges Game, sie musste allerdings eine Schrecksekunde überstehen. Beim Stand von 4:0 knickte die US-Amerikanerin um und musste behandelt werden, konnte in der Folge aber weitermachen. "Wenn nicht etwas Fatales passiert, gebe ich auf keinen Fall auf", kündigte die 31-jährige Williams an.
Für einen neuen Rekord sorgte Kimiko Date-Krumm. Die mittlerweile 42-Jährige besiegte die als Nummer zwölf gesetzte Russin Nadja Petrowa klar mit 6:2, 6:0 und ist damit die älteste Spielerin, die bei den Australian Open eine Partie für sich entschied. Date-Krumm hatte ihre Karriere schon einmal beendet, 2008 allerdings ihr Comeback gegeben. "Einfach viel essen und genug schlafen", gab die Weltranglisten-100. ihr Geheimrezept preis. Der Aufstieg freue sie sehr, der Rekord habe allerdings keine allzu große Bedeutung. "Ich liebe es einfach, Tennis zu spielen", ergänzte die Japanerin.
Dienstag ohne rot-weiß-roten Einsatz
Aus österreichischer Sicht war der Dienstag ein Ruhetag, Jürgen Melzer und Tamira Paszek steigen erst am Mittwoch wieder ins Turniergeschehen ein. Die 22-jährige Vorarlbergerin blickte mit Vorfreude dem Zweitrunden-Duell mit der 17-jährigen US-Amerikanerin Madison Keys entgegen. "Ich muss das Selbstvertrauen mitnehmen und mein Spiel spielen", sagte Paszek. Ihre Gegnerin habe sie in Sydney spielen sehen. "Sie ist talentiert, eine starke Gegnerin", so Österreichs Nummer eins. Genauso wie Paszek (Court 3) ist auch Melzer (Court 19) gegen den Spanier Roberto Bautista Agut im zweiten Spiel nach 1 Uhr MEZ im Einsatz.
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