11.09.2005 13:32 |

Anpfiff?

Italiens Clubs fordern Collina- Comeback

Der Ruf nach einem Comeback des zurückgetretenen italienischen Star-Schiedsrichters Pierluigi Collina wird immer lauter. "Lasst Collina wieder pfeifen", forderten die Präsidenten aller Serie A-Clubs nach einer Liga-Sitzung am Wochenende. Der italienische Fußballverband (FIGC) und der Schiedsrichterverband (AIA) sollten ihre rigide Haltung gegenüber dem 45-jährigen Schiedsrichter überdenken, sagten die Club-Chefs.

"Diese Aussagen freuen mich sehr", bedankte sich der sechs Mal zum besten Schiedsrichter der Welt gewählte Italiener für die Rückendeckung. Der charismatische Glatzkopf aus Viareggio war Ende August zurückgetreten, nachdem ihm der Fußballverband mit einem Ultimatum vor die Wahl gestellt hatte: Werben oder Pfeifen. Collina hätte seinen neuen Werbevertrag mit AC Mailands Trikotsponsor Opel auflösen müssen, um weiter in der Serie A eingesetzt zu werden. Collina lehnte ab und erklärte seinen Rücktritt, da seine Unparteilichkeit angezweifelt wurde. "Wenn man einem Schiedsrichter nicht mehr vertraut, macht es keinen Sinn mehr", erklärte ein enttäuschter Collina.

"Collina hat in der Liga nur Freunde, aber in der AIA auch einige Feinde", deutete Palermos Präsident Maurizio Zamparini an, dass der Unparteiische das Opfer eines verbandsinternen Machtkampfes geworden sein könnte. Collina hat auch Neider. Erst im Sommer hatte der Fußballverband ihm mit einer eigens eingeführten "Lex Collina" trotz Erreichens der Altersgrenze von 45 Jahren noch eine Karriere- Verlängerung um eine Saison ermöglicht. Diese Sonderbehandlung gefiel nicht allen.

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