Mo, 23. Juli 2018

"Machen uns Sorgen"

19.12.2012 17:00

Verschleppter Austro-Syrer bleibt verschwunden

Es ist die Ungewissheit, die alle so betroffen macht. Das ständige Warten auf den vielleicht erlösenden Anruf, der nicht kommen will. Seit Tagen zittert die Familie von Jamal Arabi in Wien um den 57-jährigen Österreicher. Doch seit seiner Verschleppung durch den Geheimdienst in Aleppo bleibt er spurlos verschwunden.

"Unsere Bemühungen gehen ständig weiter", erzählt Außenamtssprecher Martin Weiss. "Wir sind in Kontakt mit der syrischen Botschaft in Wien und über unsere Vertretung im Libanon auch mit den Behörden vor Ort." Seit Bekanntwerden der Verschleppung des österreichischen Staatsbürgers laufen die diplomatischen Bemühungen auf vollen Touren.

Die Großfamilie ist mit den Nerven mittlerweile völlig am Ende, hofft auf ein Lebenszeichen oder einen Anruf von Jamal Arabi. "Wir machen uns große Sorgen. Mein Vater war nicht politisch aktiv, er wollte in Syrien doch nur helfen", erklärt Moatez Arabi, der besorgte Sohn des verschwundenen 57-Jährigen.

Der sechsfache Vater war am Wochenende im Haus seiner Verwandten in Aleppo vom Geheimdienst verhaftet worden, nachdem er Medizin und Nahrungsmittel über den langen Landweg von Österreich in sein Geburtsland gebracht hatte. Es war schon die fünfte Lieferung seit Ausbruch des Konflikts.

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