Sa, 18. August 2018

"Blumen" für Athen

18.12.2012 19:24

Standard & Poor's hat Griechenland kräftig hochgestuft

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat Griechenland am Dienstag überraschend gute Nachrichten beschert: Die Prüfer in New York hoben die Kreditwürdigkeit gleich um sechs Stufen vom "teilweisen Kreditausfall" auf die Wertung "B-/B" an, was einer spekulativen Anlage entspricht. Die Agentur sprach zudem von einem stabilen Ausblick.

Zur Begründung erklärte S&P, dass die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion offensichtlich fest entschlossen sei, Griechenland in der Euro-Zone zu behalten. Erst Anfang Dezember hatte die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Landes aufgrund des Schuldenrückkaufes durch Athen auf "teilweisen Zahlungsausfall" zurückgestuft (siehe Infobox).

Doch der Rückkauf von Staatsanleihen im Umfang von mehr als 30 Milliarden Euro scheint nun auch nach Ansicht der US-Ratingagentur geglückt zu sein. Athen reduzierte damit seine Schuldenlast auf einen Schlag um rund 20 Milliarden.

Bankenverband: "Nach wie vor Risiken"
Der Internationale Bankenverband erklärte allerdings, trotz der teilweise an Griechenland ausgezahlten Kredite der internationalen Gläubiger gebe es nach wie vor beträchtliche Risiken, wie es auch in einem Bericht der Troika - bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds - am Montag hieß (siehe Infobox). Das griechische Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr voraussichtlich um vier bis fünf Prozent zurückgehen, außerdem würden neue Sparmaßnahmen den sozialen Zusammenhalt infrage stellen.

Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen dennoch bis Mittwoch ausgezahlt sein. Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rekapitalisierung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet.

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