Mi, 19. September 2018

'Queen Elizabeth Land'

18.12.2012 16:07

Ein Stück Antarktis nach britischer Monarchin benannt

Königin Elizabeth II. als Namenspatronin für ein Stück Land in der Antarktis: Anlässlich des diamantenen Thronjubiläums der Monarchin ist das 437.000 Quadratkilometer große British Arctic Territory nach ihr benannt worden (Bild 2). Künftig wird die Landfläche "Queen Elizabeth Land" heißen, wie das britische Außenministerium am Dienstag mitteilte.

Gleichzeitig betonte das Außenamt, dass die Umbenennung auf der Grundlage des internationalen Antarktis-Vertrages entstanden sei, wonach es sich um keine Beeinträchtigung der Souveränität handle, sondern lediglich um eine zugelassene Umbenennung.

Das Gebiet ist fast doppelt so groß wie Großbritannien. Es handelt sich um den südlichen Teil des britischen Territoriums in der Antarktis, in dem nur das Personal zweier Polarforschungsstationen lebt.

Die British Antartic Territory wird seit 1908 von den Briten beansprucht und wurde 1962 zum offiziellen Überseegebiet erklärt. Es ist eines von 14 Überseegebieten, die noch immer zur ehemaligen Kolonialmacht gehören. In dem Gebiet gibt es bereits einen Bereich, der "Princess Elizabeth Land" heißt - 1931 benannt nach der damals noch nicht auf dem Thron sitzenden Prinzessin und heutigen Königin. 2006 wurde eine weitere Fläche in "Princess Royal" umbenannt.

Hoher Besuch in der Downing Street Nr. 10
Der Dienstag wird auch aus einem zweiten Grund in die Geschichtsbücher eingehen. Erstmals in ihrer mehr als 60 Jahre währenden Amtszeit nahm die Königin an einer Sitzung ihrer Regierung teil. Die Queen nahm am Kabinettstisch in der Downing Street Nummer 10 neben Premierminister David Cameron und Außenminister William Hague Platz. Die Minister begrüßten die Monarchin zuvor mit Handschlag, die Damen zusätzlich mit Knicks.

Die Monarchin greift üblicherweise nicht in die Tagespolitik ein und hat praktisch ausschließlich repräsentative Aufgaben. Selbst die Inhalte ihrer Reden und die Ziele ihrer Staatsbesuche muss sie sich von der Regierung billigen lassen. Zuletzt hatte mit Georg III. im Jahr 1781 ein Monarch die Kabinettssitzung besucht. Elizabeths Vater George VI. hatte sich während des Zweiten Weltkriegs zwar ebenfalls mit dem Kabinett getroffen, allerdings nicht am Regierungssitz.

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