25.08.2005 11:10 |

Glückshormone!

Reale Wirkung von Placebos nachgewiesen

Es scheint doch so zu sein, dass Placebos eine reale physische Wirkung haben und nicht nur eine eingebildete. Eine Studie der University of Michigan hat nachgewiesen, dass durch die Einnahme im Gehirn Chemikalien aktiviert werden, die Schmerzen lindern.

Placebos enthalten an sich nur Bestandteile, die über keine aktiven Wirkstoffe verfügen, etwa Zucker. Wird Patienten mitgeteilt, dass es sich bei dem verabreichten Medikament zum Beispiel um ein Schmerzmittel handelt, verspüren sie häufig weniger Schmerzen. Für diesen Effekt werden normalerweise psychologische Erklärungsmodelle herangezogen.  

Neuere Studien liefern laut NewScientist Hinweise auf andere Phänomene. Wurde ein Blindpräparat zum Beispiel heimlich mit einem Medikament versetzt, das Endorphine blockierte, konnte kein Placeboeffekt nachgewiesen werden. Damit war nachgewiesen, dass die Endorphine als natürliche schmerzstillende Mittel des Körpers bei der normalen Reaktion auf Placebos eine Rolle spielen.  

Zusätzlich zeigten Gehirn-Scans, dass die Gehirne nach der Einnahme der Placebos mehr Schmerz stillende Endorphine freisetzten als normal. Studienleiter Jon-Kar Zubieta geht davon aus, dass das körpereigen Systems zur Bekämpfung von Schmerzen das Überleben des Organismus sicherstellen soll. Der Placeboeffekt bediene sich der gleichen Mechanismen. "Wie das genau geschieht, bleibt fürs Erste noch ein Geheimnis."

Samstag, 19. Juni 2021
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