Mo, 25. Juni 2018

Sicherheitskonzept

12.12.2012 16:14

DFB-Klubs schnüren Paket gegen Gewalt in Stadien

Die 36 Profiklubs haben ein neues Sicherheitskonzept im deutschen Fußball mehrheitlich verabschiedet. Das sagte Karl-Heinz Rummenigge am Rande der mit Spannung erwarteten Ligaversammlung am Mittwoch in Frankfurt am Main. "Wir haben uns von den Fans nicht entfernt, es scheint nur in der Kommunikation etwas schiefgelaufen zu sein", erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.

Die Vertreter der Vereine einigten sich in der nicht öffentlichen Sitzung auf ein besonders bei Fan-Vertretern umstrittenes Maßnahmenpaket. Zur Abstimmung standen insgesamt 16 Anträge, alle wurden laut Ligapräsident Reinhard Rauball abgesegnet. Die Anträge, die die Richtlinien des DFB betreffen, müssen vom DFB-Präsidium bei seiner Sitzung am 25. Jänner noch bestätigt werden.

Ligapräsident: "Fußballkultur in Deutschland nicht gefährdet"
"Ich glaube, dass unter dem Strich der professionelle Fußball als Gewinner aus der Veranstaltung herausgeht", sagte Rauball und versicherte, die Beschlüsse würden die Fußballkultur in Deutschland nicht gefährden. Die Fans müssten sich aber auf schärfere Kontrollen in den Stadien einstellen. Ziel sei es, die Schutzvorkehrungen zu optimieren, gegen Rechtsbrecher individuell vorzugehen und Kollektivstrafen zu vermeiden.

Das neue Sicherheitskonzept sieht auch den verstärkten Einsatz von Überwachungskameras in Stadien vor. Darüber hinaus sollen die Ordnungsdienste besser qualifiziert werden und der Informationsaustausch unter den Vereinen verbessert werden. Der Einsatz von Pyrotechnik ist auch in Zukunft verboten. Das neue Konzept soll zu Beginn der nächsten Saison umgesetzt und nach drei Jahren überprüft werden.

Schweige-Protest der Fans
Nicht zur Freude aller, denn Hunderte Fans hatten sich bei bitterer Kälte vor der Tagungsstätte der Klubvertreter, einem Frankfurter Hotel, versammelt, um ihren Unmut über die geplanten Maßnahmen kundzutun. Abgeschirmt wurden sie dabei von einem großen Polizeiaufgebot. An den vergangenen drei Spieltagen hatten die Anhänger in den Bundesliga-Stadien mit einer Schweige-Aktion über zwölf Minuten und zwölf Sekunden lautlos, aber eindrucksvoll protestiert. Außerdem gab es am vergangenen Wochenende noch Demonstrationen.

Maßnahmen als Reaktion auf Druck aus Politik
Innenminister von Bund und Ländern hatten DFL und DFB sowie die Vereine aufgefordert, nach vermehrten Ausschreitungen in den Arenen zu einer Entscheidung zu kommen. Das Papier war nach dem Sicherheitsgipfel mit Vertretern aus Politik, DFB und Ligaverband im vergangenen Juli in Berlin entstanden.

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