So, 21. Oktober 2018

Wie starb Ex-Schiri?

12.12.2012 12:39

Leichnam Manfred Amerells wird nun obduziert

Manfred Amerell, ehemaliger Schiedsrichter in der deutschen Bundesliga, ist tot. Der 65-Jährige wurde leblos in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Neuhausen aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist Amerell nicht durch Fremdverschulden oder Suizid gestorben. Eine Obduktion soll nun die Todesursache klären.

Laut Angaben der Polizei erschwert der "fortgeschrittene Verwesungszustand" des Leichnams die Obduktion. Außerdem wurde ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben. "In der Wohnung wurde nichts gefunden, was auf Suizid hindeutet", erklärte Kriminaldirektor Frank Hellwig. Ein Abschiedsbrief wurde nicht entdeckt.

Die Feuerwehr hatte sich nach Hinweisen eines Bekannten Amerells über eine Drehleiter Zugang zur Wohnung des ehemaligen Schiedsrichter-Sprechers verschafft.

Amerell stand zuletzt wegen einer langwierigen rechtlichen Auseinandersetzung mit dem DFB im Fokus der Öffentlichkeit. Er hatte im April angekündigt, den Verband wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte auf Schadenersatz verklagen zu wollen. Der ehemalige Unparteiische fühlte sich vom DFB seit Beginn des Falls Amerell/Kempter diffamiert, hatte sein Anwalt Jürgen Langer im Frühjahr erklärt.

Aufregung um angebliche sexuelle Übergriffe
Der ehemalige FIFA-Referee Michael Kempter hatte Amerell sexuelle Übergriffe vorgeworfen. In einem gerichtlichen Vergleich zog er später jedoch seine in mehreren Interviews getätigte Aussage zurück, Amerell klar signalisiert zu haben, keine sexuellen Kontakte zu wollen. Er habe seine Ablehnung möglicherweise nicht ausreichend wahrnehmbar ausgedrückt, so Kempter. Amerell hatte sexuelle Übergriffe stets bestritten.

Während seiner aktiven Zeit pfiff er insgesamt 66 Bundesliga-Partien. Er beendete die Karriere nach der Leitung des Pokal-Endspiels 1994 zwischen Werder Bremen und Rot-Weiß Essen.

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