Sa, 18. August 2018

Dutzende Ausfälle

10.12.2012 15:13

Security-Personal an deutschen Flughäfen streikt

Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals haben Montag früh für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen im deutschen Luftverkehr gesorgt. Allein am Berliner Flughafen Tegel wurden nach Angaben der Betreibergesellschaft 33 Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft Verdi hatte am Sonntagabend überraschend zu den Aktionen aufgerufen. Mehrere Hundert Mitarbeiter legten vorübergehend ihre Arbeit nieder. Hintergrund der Aktion sind stockende Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag.

Insgesamt legten laut Gewerkschaft etwa 1.000 Angestellte in ganz Deutschland die Arbeit nieder. Zum Sicherheitspersonal zählen unter anderem die Mitarbeiter bei den Gepäck- und Personenkontrollen.

Zahlreiche Flugausfälle und "keine fröhlichen Passagiere"
Am größten deutschen Airport in Frankfurt sorgte der Warnstreik zunächst nicht für Behinderungen. "Wir haben definitiv keine Streikauswirkungen", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hingegen kam es zu massiven Beeinträchtigungen. Alleine in Tegel mussten 33 Flüge gestrichen werden.

Auch in Köln, Düsseldorf und Stuttgart fielen Flüge aus. Zudem löste der mehrstündige Warnstreik flächendeckend Verspätungen im Luftverkehr aus. "Es gab Schlangen durchs ganze Terminal, jede Menge Verspätungen und keine fröhlichen Passagiere", sagte ein Sprecher des Stuttgarter Flughafens. Ausgefallen seien nur zwei Verbindungen, doch viele Flüge hätten sich um ein bis zwei Stunden verspätet.

Verdi fordert geregelte Dienstpläne und gerechte Löhne
Bundesweit vertritt Verdi im Sicherheitsbereich 15.000 Beschäftigte. In den Verhandlungen macht sich die Gewerkschaft unter anderem für geregelte Dienstpläne, unbefristete Arbeitsplätze und gerechte Löhne stark. "Die Kolleginnen und Kollegen haben ein Anrecht auf Planbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit - das ist jedoch ohne geregelte Dienstpläne und Schichtsysteme nicht möglich", kritisierte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander.

In der vierten Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) war Mitte November keine Einigung erzielt worden. Die Gespräche über den Manteltarifvertrag sollen am 15. und 16. Jänner in Berlin fortgesetzt werden.

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